Zentralverband des
Deutschen Handwerks
09.10.2026

Heidenheim: Ein Teufel in Marmor für Buenos Aires

Mit Teufelshörnern und Totenkopf – Eine surreale Bildidee wird zu einem internationalen Kunstprojekt.

Was passiert, wenn sich ein Geschäftsmann aus Buenos Aires entschließt, Maler zu werden und seine düstere Bildidee plötzlich in Marmor Gestalt annehmen soll? 

Bei einer Internetrecherche stieß der künstlerisch ambitionierte Unternehmer Jorge Rodriguez auf die Steinmetzwerkstatt Moser in Heidenheim an der Brenz und beauftragte die Bildhauerin Veronica Bianchi mit der Umsetzung einer außergewöhnlichen Skulptur. 

Das zentrale Motiv seiner eigenen Gemälde wollte er in die dritte Dimension übertragen haben: ein eleganter Geschäftsmann im Anzug mit Teufelshörnern und Totenkopf – eine surreale Symbolfigur namens "Dead Man" zwischen Geschäftswelt, Vergänglichkeit und Provokation. 

Marmorskulptur auf Fototour durch die Salinen von Jujuy

Für das Heidenheimer Team um Steinmetzmeister Johannes Moser war die zwei Meter hohe und 650 Kilogramm schwere Marmorskulptur eine künstlerische wie handwerkliche Herausforderung. Nach der Fertigstellung und dem Transport nach Buenos Aires wurde das Werk in den spektakulären Landschaften Argentiniens inszeniert. Die Skulptur posierte unter anderem in den gleißend weißen Weiten der Salinen von Jujuy und im Abendlicht der Küste: Kunst zwischen Himmel, Salz und Ozean.

Internationale Zusammenarbeit und vergoldeter Bronzeguss 

Das Projekt ging anschließend in die Verlängerung, da Jorge Rodriguez zusätzlich zehn kleinere Kopien der Skulptur als vergoldeten Bronzeguss bestellte. Der Unternehmer reiste dafür sogar persönlich aus Südamerika an, um den Entstehungsprozess vor Ort mitzuerleben. Aus einer surrealen Idee wurde so ein internationales Kunstprojekt, an dem das gesamte Team monatelang intensiv zusammenarbeitete.

Quelle: dhz.de (22.06.2026)