Zentralverband des
Deutschen Handwerks
19.03.2021

Usbekistan: Geschäftspotenzial für Schuh- und Lederfertigung

Usbekistan steigt zu einem Hub in der Schuh- und Lederfertigung Zentralasiens auf.
Leder

Von 2020 bis 2022 sollen in Usbekistan mehr als 400 Mio. USD in 248 Projekte fließen, davon fast die Hälfte über ausländische Direktinvestitionen. Der Großteil der Investitionen fließt in die Herstellung von Schuhen; das Land ist dabei, zu einem Hub in der Schuh- und Lederfertigung Zentralasiens aufzusteigen. Weitere Mittel sind für die Fertigung von Ledergalanteriewaren sowie die Verarbeitung von Natur- und Kunstleder vorgesehen.

Das Investitionsprogramm basiert auf einem langfristigen Entwicklungskonzept für die Leder- und Schuhindustrie. Die Herstellung von Schuhen soll sich bis 2025 auf 290 Mio. Paar Schuhe gegenüber 2019 verdreifachen. Die jährlichen Exporte der Branche sollen sich von 193 Mio. USD im Jahr 2019 bis 2022 auf 500 Mio. USD und bis 2025 auf 1,5 Mrd. USD erhöhen. Im Entwicklungskonzept ist der Auf- und Ausbau von Leder- und Schuhclustern vorgesehen. Immer mehr ausländische Firmen wollen vom Ausbaupotenzial in der Leder- und Schuhbranche profitieren. 2019 nahm das französische Unternehmen Atkorschultz eine hochmoderne Schuhfabrik mit einer jährlichen Kapazität von 1 Mio. Paar Lederschuhe in Betrieb. Die Maschinen und Ausrüstungen lieferten Firmen aus Deutschland, Tschechien und Italien.

Neue Firmen können ab dem Zeitpunkt der Gründung für fünf Jahre Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen die Befreiung von der Gewinn- und Vermögensteuer und von Importzöllen für die Einfuhr von Ausrüstungen, Komplettierungsteilen, Rohstoffen und Materialien sowie der Mehrwertsteuer für den Import von Rohstoffen, Zwischenprodukten und Ausrüstungen. Die Bedingungen für eine Kooperation mit heimischen Firmen sind so günstig wie noch nie: in der Lederwarenfertigung, in der passiven Lohnveredelung, in der Belieferung mit Ausrüstungen, Hilfsstoffen und Chemikalien oder im Handel.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 4 vom 26. Januar 2021

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