Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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31.08.2023

Ruanda: Infrastrukturbereiche bieten gute Lieferchancen

Trotz eines staatlichen Sparkurses bieten die Bereiche Energie, Wasser und Gesundheit gute Geschäftschancen. Der Bausektor profitiert davon.

Auch wenn die Regierung in Ruanda ihre Aktivitäten im Infrastrukturbereich vorübergehend etwas zurückgefahren hat, werden mittelfristig die Projekte in den Bereichen Transport (Straßen, Flughäfen), Energie, Wasser und sozialer Wohnungsbau wieder zunehmen. Finanzielle Unterstützung kommt von internationalen Gebern wie der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank oder der deutschen KfW.

Energiewirtschaft wird weiter ausgebaut

Ruandas Energieversorgung wird auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Für deutsche Unternehmen entstehen hierbei Beteiligungschancen wie etwa bei der Zulieferung technischer Komponenten oder Beratung. Wenn westliche Geber die Finanzierung übernehmen, wird auf hohe Qualität bei der Beschaffung geachtet. Der Fokus liegt insbesondere auf dem Ausbau des Netzes des Energieversorgers Rwanda Energy Group (REG). Dabei geht es sowohl um Übertragungsleitungen als auch um neue Anschlüsse. Chancen bestehen außerdem bei netzunge-bundenen Anlagen für die Industrie und Farmen. Mini-Grids bietet bei der Stromversorgung entlegener Dörfer ein großes Potential.

Bausektor profitiert trotz Sparkurs

Bei Bauprojekten in Ruanda können sich deutsche Unternehmen auf verschiedenen Wegen beteiligen: Ingenieurdienstleister fertigen bei staatlichen Infrastrukturprojekten mitunter Studien an und übernehmen die Bauaufsicht. Bei hochwertigen Gebäuden bieten sich auch Aufträge für Architekturbüros. Hinzu kommen Lieferchancen für Baumaschinen, Werkzeuge, Baustoffe und -chemikalien. Auch Armaturen, Beschläge, Fassaden, Fenster, Inneneinrichtungen und Elektronik sind gefragt.

Quellen: Nachrichten für Außenhandel Nr. 140 vom 25. Juli 2023;
                  www.gtai.de, Pressemitteilung vom 29. Juni 2023

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