Vereinfachung: EU-Parlament stimmt zu European Business Wallet ab
Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments (ITRE) hat am 10. September den Bericht zur European Business Wallet (EBW) angenommen.
Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt im Gesetzgebungsverfahren zur Einrichtung einer EU-weiten digitalen Unternehmensbrieftasche erfolgt.
Die EBW soll Unternehmen ein sicheres digitales Instrument zur Verfügung stellen, mit dem sie sich gegenüber anderen Unternehmen und öffentlichen Stellen identifizieren und authentifizieren, vertrauenswürdige Dokumente und Nachweise austauschen sowie rechtsverbindlich digital handeln können.
Entscheidend sind aus ZDH-Sicht:
- Verbindliche Interoperabilität: Die EBW muss auf bestehenden europäischen Infrastrukturen wie dem Once-Only Technical System, der Vernetzung der Unternehmensregister und der EUDI-Wallet aufbauen. Neue Parallelportale würden den Zweck der EBW konterkarieren.
- Flächendeckende Akzeptanz: Gerade für Handwerksbetriebe muss die EBW auch gegenüber kleineren Kommunen und regionalen Behörden funktionieren. Nur dann entsteht ein Mehrwert.
- Freiwilliger Mehrwert statt zusätzlicher Pflicht: Die EBW sollte Betriebe durch Zeitersparnis und vereinfachte Verfahren überzeugen.
Der Rat hatte seine Verhandlungsposition bereits im Juni beschlossen. Ziel der EU-Institutionen ist eine politische Einigung noch im laufenden Jahr.