Betriebe unterstützen, Qualität von Dienstleistungen sichern
Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission
Foto: Europäische Union 2018, EU-Kommission Audiovisueller Dienst
"Aus Sicht des Handwerks sollte die EU bei der Übertragbarkeit von Qualifikationen unterstützend wirken und nicht gesetzgeberisch eingreifen. Für zusätzliche Legislativmaßnahmen besteht kein Bedarf. Das gilt auch für den geplanten Aufbau eines gemeinsamen Ausbildungsrahmens im Rahmen der Initiative zur Portabilität von Kompetenzen.
Die Zahlen der Anerkennungsverfahren im Handwerk sind niedrig und damit für die Fachkräftemobilität nachrangig. Zudem wird ein Großteil der Verfahren fristgerecht anerkannt. Auch die teilweise erheblichen Unterschiede bei den Ausbildungsinhalten in den einzelnen Mitgliedstaaten sprechen klar gegen gemeinsame Ausbildungsrahmen. Diese würden zudem Parallelstrukturen im Bereich der beruflichen Bildung schaffen.
Die EU sollte dort tätig werden, wo sie einen nachgewiesenen Mehrwert schaffen kann. Freiwillige, digitale und interoperable Lösungen stärken das Handwerk im europäischen Binnenmarkt. Ein Beispiel dafür ist der geplante Europäische Sozialversicherungsausweis ESSPASS, der den Nachweis und die Überprüfung von Sozialversicherungsansprüchen innerhalb der Europäischen Union vereinfachen soll.
Außerdem lassen sich nationale Datenbanken, auch aus Drittstaaten, auf EU-Ebene verknüpfen, damit Qualifikationen und Abschlüsse transparenter werden. Schließlich bietet die europäische Arbeitsbehörde ELA im Rahmen ihrer Kernaufgabe dann einen echten Mehrwert für KMU und Handwerksbetriebe, wenn sie relevante Informationen verständlich aufbereitet und leicht zugänglich macht."