Zentralverband des
Deutschen Handwerks
15.09.2026

Betriebe unterstützen, Qualität von Dienstleistungen sichern

Am 15. September legt die EU-Kommission das Paket für faire Arbeitsmobilität vor. Ein Schwerpunkt ist die schnellere Anerkennung von Kompetenzen im EU-Binnenmarkt. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär vom Zentralverband des Deutschen Handwerks:
Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission

"Aus Sicht des Handwerks sollte die EU bei der Übertragbarkeit von Qualifikationen unterstützend wirken und nicht gesetzgeberisch eingreifen. Für zusätzliche Legislativmaßnahmen besteht kein Bedarf. Das gilt auch für den geplanten Aufbau eines gemeinsamen Ausbildungsrahmens im Rahmen der Initiative zur Portabilität von Kompetenzen.

Die Zahlen der Anerkennungsverfahren im Handwerk sind niedrig und damit für die Fachkräftemobilität nachrangig. Zudem wird ein Großteil der Verfahren fristgerecht anerkannt. Auch die teilweise erheblichen Unterschiede bei den Ausbildungsinhalten in den einzelnen Mitgliedstaaten sprechen klar gegen gemeinsame Ausbildungsrahmen. Diese würden zudem Parallelstrukturen im Bereich der beruflichen Bildung schaffen.

Die EU sollte dort tätig werden, wo sie einen nachgewiesenen Mehrwert schaffen kann. Freiwillige, digitale und interoperable Lösungen stärken das Handwerk im europäischen Binnenmarkt. Ein Beispiel dafür ist der geplante Europäische Sozialversicherungsausweis ESSPASS, der den Nachweis und die Überprüfung von Sozialversicherungsansprüchen innerhalb der Europäischen Union vereinfachen soll. 

Außerdem lassen sich nationale Datenbanken, auch aus Drittstaaten, auf EU-Ebene verknüpfen, damit Qualifikationen und Abschlüsse transparenter werden.  Schließlich bietet die europäische Arbeitsbehörde ELA im Rahmen ihrer Kernaufgabe dann einen echten Mehrwert für KMU und Handwerksbetriebe, wenn sie relevante Informationen verständlich aufbereitet und leicht zugänglich macht."

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