Zentralverband des
Deutschen Handwerks
08.09.2021

Mittelosteuropa meldet sich als Wirtschaftsmotor zurück

Die europäische Entwicklungsbank EBWE erwartet 2021 für ihre Region ein Wirtschaftswachstum von 4,2 %.

Die auf Osteuropa und Zentralasien fokussierte europäische Entwicklungsbank EBWE erwartet 2021 für ihre Region ein Wirtschaftswachstum von 4,2 %. Die Unterschiede sind dabei groß: Während es in den osteuropäischen EU-Staaten ein Plus von 4,8 % geben dürfte, werden es im Rest Osteuropas nur 2,8 % sein, im Westbalkan 5,1 %, in Russland 3,3 %, in der Türkei 5,5 %. Die Mobilität der Menschen und auch die Produktion haben sich mittlerweile kräftig erholt. Besonders gut laufen die Exporte und auch bei den Dienstleistungen gibt es wieder einen Sprung nach oben. Die Wirtschaftsleistung der ganzen Region wird Ende 2021 voraussichtlich um 0,7 % über dem Vorkrisenjahr 2019 liegen. Während Kroatien, Tschechien, Slowenien, die Slowakei und Lettland das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen, erwartet die EBWE für 2021 und 2022 ein starkes Wachstum für Ungarn (5,5 %), Polen (5 %), die Slowakei (4,5 %) und Tschechien (4 %).

Die größte Bedrohung für den erwarteten Aufschwung sehen Chefökonomen in der neuen, ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus. Zentraleuropa ist wirtschaftlich besser als viele andere Länder durch die Pandemie gekommen, trotz einer überdurchschnittlichen Sterblichkeit. Dabei haben sich die „neuen“ EU-Länder viel besser entwickelt als Staaten, die nicht externem Reformdruck ausgesetzt waren.

Quellen: Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Update 03/2021 vom 1. Juli 2021;
                  Ostwirtschaftsreport Nr. 27 vom 6. Juli 2021

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