EU-Kommission legt Paket zur Technologischen Souveränität vor
Die EU-Kommission hat am 3. Juni ein Paket zur "Technologischen Souveränität" Europas vorgestellt.
Ziel ist es, durch Eingriffe in den Markt Europas Abhängigkeiten bei Schlüsseltechnologien zu verringern und die eigene technologische Leistungsfähigkeit auszubauen.
Im Mittelpunkt stehen vier Initiativen:
- Der Chips Act 2.0 zur Stärkung der europäischen Halbleiterindustrie. Dieser soll Investitionen in die Halbleiterindustrie erleichtern, Genehmigungsverfahren beschleunigen und die Entwicklung und Produktion von KI-Chips fördern.
- Der Cloud und KI-Development Act (CADA) für den Ausbau europäischer Cloud- und KI-Infrastrukturen. Europäische Cloud- und KI-Infrastrukturen sollen durch Investitionsanreize, schnellere Genehmigungsverfahren und den Aufbau zusätzlicher Rechenzentrumskapazitäten unterstützt werden.
- Eine EU-Open-Source-Strategie. Open-Source-Projekte sollen gezielt gefördert, die Wiederverwendung von Software in der öffentlichen Verwaltung erleichtert und offene Standards und interoperable digitale Lösungen stärker berücksichtigt werden.
- Eine Roadmap für Digitalisierung und KI im Energiesektor. Hier will die Kommission Digitalisierung der Energieinfrastruktur durch bessere Datennutzung beschleunigen, schnellere Netzanschlüsse für digitale Infrastrukturen und den Einsatz von KI zur Steuerung und Optimierung von Energiesystemen verstärken.
Die Vorschläge werden nun vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten im Rat geprüft und verhandelt.