Zentralverband des
Deutschen Handwerks
19.06.2026

Emissionshandel: Rat und Parlament erzielen vorläufige Einigung

Am 11. Juni haben der Rat der EU und das Europäische Parlament eine vorläufige Einigung über die gezielte Änderung der Marktstabilitätsreserve (MSR) für das neue Emissionshandelssystem für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren (ETS2) erzielt.

Die Einigung stärkt die MSR durch drei zentrale Maßnahmen, die den Markt vorhersehbarer machen, die Volatilität reduzieren und exzessive Preissteigerungen verhindern sollen. Erstens wird die Gültigkeit der in der Reserve gehaltenen ETS2-Zertifikate über 2030 hinaus verlängert, um langfristige Preisstabilität zu gewährleisten. Zweitens wird die Menge der Zertifikate, die bei Überschreitung eines bestimmten Preisniveaus (45€ pro Tonne CO2) in den Markt eingespeist werden, von 20 auf 40 Millionen Zertifikate verdoppelt. Drittens wird eine frühere und schrittweise Freigabe von Zertifikaten aus der Reserve ermöglicht, wenn die Anzahl der zirkulierenden Zertifikate unter 260 Millionen fällt.

Nächste Schritte

Die vorläufige Einigung muss noch formell vom Europäischen Parlament und Rat angenommen werden. Anschließend wird die Änderung im Amtsblatt der EU veröffentlicht und tritt in Kraft. Das ETS2 wird 2028 vollständig operationell. Die Maßnahmen ergänzen den Klima-Sozialfonds, um einen gerechten Übergang zu unterstützen.

 

 

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