Zentralverband des
Deutschen Handwerks

Förderung alternativer Antriebstechniken

Zur Unterstützung der Einführung von alternativen Antriebstechniken (Batterieelektrik, Brennstoffzellen) fördert die Bundesregierung die Anschaffung von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen. Der ZDH informiert über handwerksrelevante Programme.
  • Grünes Lastenrad steht an einer Straßenecke.

Programm „Förderung von klimaschonenden Nutzfahrzeugen und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur (KsNI) (2021 bis 2024)

Das Programm „KsNI“ hat eine Laufzeit von August 2021 bis Ende 2024 und umfasst 1,6 Mrd. Euro für die Förderung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge sowie 5 Mrd. Euro für zugehörige Tank- und Ladeinfrastruktur. Förderberechtigt sind Unternehmen des privaten Rechts, kommunale Unternehmen, Gebietskörperschaften, Körperschaften sowie Anstalten des öffentlichen Rechts und eingetragene Vereine. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) setzt das Förderprogramm um und wird dabei unterstützt von der NOW (bundeseigene GmbH zur Begleitung von Programmen für nachhaltige Mobilität).

Ein erster Förderaufruf ist bis zum 27.09.2021 befristet. Im Anschluss werden weitere Förderaufrufe mit ggf. angepassten Schwerpunkten folgen.

Erster Förderaufruf bis 27.09.2021

Das Portal beim BAG zum Einreichen der Förderanträge im Rahmen des ersten Förderaufrufes wurde am 16.08.2021 freigeschaltet und bleibt bis zum 27.09.2021 erreichbar.

Unterstützung bei der Antragsstellung erhalten Sie vom BAG:

Drei Hauptpunkte der Förderrichtlinie bzw. des ersten Förderaufrufs

1. Förderung der Anschaffung von neuen klimafreundlichen Nutzfahrzeugen der Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 sowie Förderung von auf alternative Antriebe umgerüsteten Nutzfahrzeugen der Fahrzeugklassen N2 und N3 in Höhe von 80 % der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug.

  • Die Neuanschaffung von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben (Batterieelektrik und Brennstoffzellen) wird in den genannten Klassen N1, N2 und N3 gefördert. Auch die Förderung von verkehrsrechtlich zugelassenen Sonderfahrzeugen analog zu den für Nutzfahrzeugen genannten Kategorien ist möglich. Die Umrüstung von Fahrzeugen (Einbau von alternativen Altrieben) wird nur in den Klassen N2 und N3 unterstützt. Merkblatt zur Umrüstung.
  • Hybridantriebe werden nur bei Fahrzeugen der Klasse N3 gefördert.
  • Neben Neufahrzeugen sind auch junge gebrauchte Fahrzeuge mit einer vorherigen einmaligen Zulassung auf den Hersteller, beziehungsweise den Händler und einer maximalen Laufleistung von 10.000 km förderfähig.
  • Weitere Möglichkeiten zur Förderung von Miet- und Leasingangeboten werden in einem Merkblatt erläutert.

2. Förderung der für den Betrieb der klimafreundlichen Nutzfahrzeuge erforderlichen Tank- und Ladeinfrastruktur in Höhe von 80 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben.

  • Im ersten Förderaufruf ist noch keine Förderung von Tankinfrastrukturen für Brennstoffzellen möglich. Dies soll in einem nächste Förderaufruf nach vorliegender Genehmigung durch die Kommission erfolgen.
  • Merkblatt zur Förderung von Infrastrukturen

3. Förderung der Erstellung von Machbarkeitsstudien zu Einsatzmöglichkeiten von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen sowie der Errichtung bzw. Erweiterung entsprechender Infrastruktur in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben.

  • Dieser Förderpunkt eignet sich eher für größere Unternehmen bzw.Organisationen.

Kumulierungsverbot

Zu beachten ist, dass eine gleichzeitige Inanspruchnahme der Förderung über den vorliegenden Aufruf und anderer öffentlicher Mittel nicht zulässig ist (Kumulierungsverbot). Insbesondere bei Fahrzeugen der Klasse N1 wäre deshalb zu prüfen, ob ggf. die Nutzung von Innovationsprämie/Umweltbonus ggf. zu besseren Förderkonditionen führt. (U.a., weil hier teils Kumulierungen mit Landesförderungen möglich sind.)

Priorisierung der Anträge

Die Bewilligung der Anträge erfolgt nicht nach dem „Windhundprinzip“. Falls im Zeitraum des 1. Förderaufrufes des 27.09.2021 allerdings mehr Anträge eingereicht werden als Finanzmittel zur Verfügung stehen, wird eine Priorisierung auf Basis einer vorher ermittelten CO2-Einsparungsquote genutzt, die Anschaffungskosten mit CO2-Einsparungen zur Hilfe genommen. Angaben dazu, wie diese Berechnung erfolgt und welche weiteren Vorgaben gelten, finden Sie im Förderaufruf.

    Umweltbonus und Innovationsprämie für Pkw M1 und Nutzfahrzeuge N1

    Der Umweltbonus zur Förderung der Beschaffung von Elektromobilien (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeugen) wurde im Zuge des Corona-Konjunkturpaketes durch die „Innovationsprämie“ befristet bis 31. Dezember 2021 aufgestockt. Reine E-Autos werden mit bis zu 9.000 Euro gefördert, Plug-in-Hybride mit maximal 6.750 Euro (jeweils abhängig vom Listenpreis). Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine. Förderfähig sind die Fahrzeugklassen M1 oder N1 (bzw. N2 soweit es mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B im Inland geführt werden darf). Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 65.000 Euro nicht überschreiten.

    Auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie sich über die Details informieren.

    Merkblatt für Förderanträge

    Das Merkblatt des BAFA finden Sie hier. Für Beratungen stehen die Mitarbeiter des BAFA am Dienstag und Donnerstag von 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Rufnummer +49 6196908-1009 zur Verfügung.

    Kumulierungsmöglichkeit

    Durch eine am 16. November 2020 in Kraft getretene Änderung der Förderrichtlinie gelten gestaffelte Fördersätze beim Leasing und es besteht eine neue Möglichkeit, den Umweltbonus mit einer weiteren Förderung zu kombinieren. Die Bekanntmachung der Richtlinie im Bundesanzeiger vom 5. November 2020 finden Sie hier.

    Insbesondere für das Handwerk in Bundesländern, in denen ergänzende Förderungen für gewerbliche Elektromobilität bestehen (bzw. solche Förderungen durch das seit Sommer geltende Kumulierungsverbot teils ausgesetzt wurden), ist diese neue Regelung zur Förderkumulierung von Relevanz. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der jeweilige Fördermittelgeber eine Vereinbarung mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgeschlossen hat (siehe Punkt 2.2 der Richtlinie).

      E-Lastenfahrräder (BMVI)

      Im Rahmen der Richtlinie des BMVI zur Förderung von E-Lastenfahrrädern sind Investitionen in E-Lastenfahrräder und E-Lastenanhänger für den fahrradgebundenen Lastenverkehr förderfähig.

      Die Beantragung erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

      Beratung des Bafa zum Programm E-Lastenfahrräder:

      • Kontaktformular
      • Telefon: +49 6196908-1016, Fax: 06196 908-1800, Erreichbarkeit: Montag bis Freitag: 08:30 Uhr – 12:00 Uhr

      Weitere Förderprogramme


      Bundes-Förderprogramme

      Auf den Seiten der NOW werden regelmäßig weitere Förderprogramme für Elektromobilität oder andere alternative Antriebe veröffentlicht


      Landes-Förderprogramme

      Bitte beachten Sie, dass es in einigen Bundesländern ergänzende Förderprogramme für Elektromobilität im Gewerbe gibt, die teils mit Bundesprogrammen (u.a. Umweltprämie) kumulierbar sind. Dazu sind die jeweiligen Hinweise in den Länderprogrammen zu beachten.

      Beispiele (Auswahl):

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