Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Ein erfahrener Tischler weißt zwei junge Menschen in den Gebrauch einer Sägemaschine ein.

Fachkräftesicherung

Das Handwerk verfolgt bei der Sicherung künftigen Fachkräftebedarfs eine bildungspolitische Strategie, die sich eng am Berufslaufbahnkonzept des Handwerks orientiert.

 

Die Zahl der unbesetzten Stellen im Handwerk nimmt zu, inzwischen fehlen Fachkräfte in einem Umfang, der das Wachstum erheblich bremst. Etwa die Hälfte der Betriebe beklagt Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Ob Azubis, Gesellen oder Meister – der Mangel zieht sich durch alle Positionen, Gewerke und Regionen.

Mehr Wertschätzung für berufliche Ausbildung, mehr Förderung beruflicher Bildung, mehr Jugendliche, die eine Ausbildung machen, mehr Frauen, die sich für Handwerk begeistern, Langzeitarbeitslose, die einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt finden, Zuwanderung und Flüchtlingsintegration: Das Handwerk engagiert sich bei mehreren wichtigen Bausteinen, um Fachkräfte langfristig für die Zukunft zu sichern.

Zentrale Forderungen des Handwerks

  • Berufliche Ausbildung braucht wieder mehr gesellschaftliche Anerkennung und die berufliche Tätigkeit als qualifizierte Fachkraft mehr Wertschätzung.
     
  • Die Attraktivität des dualen Ausbildungssystems muss nachhaltig gestärkt werden. Der vom Handwerk geforderte Berufsbildungspakt hat zwar Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden, muss nun aber auch mit Leben gefüllt werden. Dazu gehört eine Finanzierung der beruflichen Bildung auf Augenhöhe mit der akademischen Bildung: Es gilt, die über 600 Berufsbildungszentren des Handwerks auf den neuesten Ausstattungsstand zu bringen und die Fortbildung zum Meister kostenlos anzubieten, ein Studium ist es in der Regel auch.
     
  • Das Handwerk muss wieder in das Blickfeld der Jugendlichen rücken. Über 130 Ausbildungsberufe bieten hervorragende und vielfältige Karriere- und Berufschancen. Um die verschiedenen Karrierewege jungen Menschen bekannt zu machen und nahe zu bringen, muss die ganzheitliche Berufsberatung intensiviert werden, auch und gerade an Gymnasien.
     
  • Jungen Menschen muss vor Augen geführt werden, dass es ein Trugschluss ist zu glauben, im Handwerk ließe sich nichts verdienen. Die Einkommen von Handwerksmeistern liegen im Verlauf eines Berufslebens gleichauf mit denen von Bachelor-Absolventen. Es ist zudem weniger wahrscheinlich, mit einem Meister in der Tasche arbeitslos zu werden, als mit einem akademischen Abschluss.


Mehr Wertschätzung für berufliche Ausbildung und berufliche Tätigkeiten wie für diejenigen, die ausbilden, mehr Förderung beruflicher Bildung, mehr Jugendliche, die eine Ausbildung machen, mehr Frauen, die sich für Handwerk begeistern, Langzeitarbeitslose, die einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt finden, Zuwanderung und Flüchtlingsintegration: All das sind notwendige Bausteine, um Fachkräfte für die Zukunft zu sichern und damit unsere Wirtschaft langfristig weiter erfolgreich auf Kurs zu halten. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über bildungspolitische, arbeitsmarktpolitische und sozialpolitische Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.

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