14.04.2021

„Es darf keine Corona-Ausbildungslücke entstehen“

Ein Ausbilder zeigt zwei Auszubildenden wie eine Schleifmaschine funktioniert.
Foto: AdobeStock/auremar

Um eine Corona-Ausbildungslücke zu verhindern und zur Fachkräftesicherung beizutragen, sind alle Berufsbildungsakteure aufgerufen, Jugendliche für eine duale Ausbildung zu gewinnen, so ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber David Hutzler von der „dpa“.

„Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen, dass Corona eine schwere Bürde für den Ausbildungsmarkt war und leider weiter ist. 2020 haben sich weniger junge Menschen entschieden, eine Ausbildung zu beginnen. Dabei ist der Rückgang im Handwerk nicht so stark ausgefallen wie bei Industrie und Handel. In allen Bereichen der Wirtschaft ist uns aber daran gelegen, dass sich nach Corona nicht wiederholt, was Folge der Finanzkrise war: Da hat sich der Sockel an Azubis verkleinert und konnte auch in den Folgejahren nicht wieder auf den Vorkrisenumfang gebracht werden. Das müssen wir diesmal unbedingt verhindern. Denn: Azubis, die jetzt nicht ausgebildet werden, fehlen in der Zukunft als Fachkräfte. Deshalb müssen jetzt alle Berufsbildungsakteure alles daran setzen, Jugendliche, die in diesen Wochen vor der Berufswahl stehen, für eine Ausbildung zu gewinnen. Und um berufliche Ausbildung langfristig zu stabilisieren, muss die Politik schon jetzt weitere Weichen stellen, um Ausbildungsbetriebe auf der Kostenseite zu entlasten und die berufliche Bildung durch eine dem akademischen Bereich vergleichbare Förderung nachhaltig zu stärken.“

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Auszubildender und Ausbilder betrachten Holzobjekt.
Foto: AdobeStock/WavebreakmediaMicro

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