27.07.2020

Die befristete Absenkung der Umsatzsteuersätze

Die Regierungskoalition erhofft sich von dieser Maßnahme einen positiven Effekt auf die Binnenkonjunktur. Der Umstellungsaufwand für die Unternehmen ist jedoch immens. Der ZDH hat deshalb gemeinsam mit den übrigen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft Erleichterungen im Verwaltungsverfahren angemahnt.

Das Bundesfinanzministerium hat nunmehr den Entwurf eines BMF-Schreibens vorgelegt, der derzeit mit den Finanzverwaltungen der Länder abgestimmt wird.

Wichtigste Vereinfachungsregelung in dem BMF-Schreiben ist die Aussetzung des § 14c Abs. 1 UStG für die Dauer des Monats Juli 2020. Nach dieser Regelung kann der Leistungsempfänger bei Leistungen, die im Monat Juli 2020 erbracht werden (Leistungszeitpunkt), auch eine mit 19 % bzw. 7% zu hoch ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen, wenn der leistende Unternehmer diese Umsatzsteuer beim Finanzamt angemeldet und bezahlt hat. Die Regelung trägt etwaigen Verzögerungen bei der Umstellung der Kassen- und Abrechnungssysteme Rechnung. Der ZDH hatte sich gemeinsam mit den übrigen Spitzenverbänden der Wirtschaft für diese Regelung stark gemacht.

Der ZDH hat auf seiner Homepage Informationsseiten zu den Themen „Umsatzsteuersenkung“ und „Ermäßigter Steuersatz für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen“ eingerichtet zdh.de/umsatzsteuer. Hier finden Sie auch jeweils ein Merkblatt sowie weiterführende Dokumente. Daneben finden Sie dort Praxistipps zur Kassenumstellung.  

 

Simone Schlewitz