Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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ZDH-Konjunkturbericht 2/2022

Trotz vielfältiger Herausforderungen war die Geschäftslage im Handwerk noch solide. Hohe Energie- und Beschaffungspreise, Materialengpässe und inflationsbedingte Kaufkraftverluste zeigten sich aber bereits als belastende Faktoren.

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  • ZDH-Konjunkturbericht 2/2022

Vorboten rauer Zeiten auch im Handwerk: Energiekosten, Materialmangel und Konsumzurückhaltung belasten Geschäfte zunehmend

Trotz der vielfältigen Herausforderungen stellte sich die Geschäftslage im Handwerk noch solide dar. Hohe Energie- und Beschaffungspreise, weiter bestehende Materialengpässe und nicht zuletzt kaufkraftmindernde Effekte der rekordhohen Verbraucherpreisinflation zeigten sich aber bereits als belastende Faktoren. Die Geschäftslagebewertungen der Betriebe fielen entsprechend schwächer aus als vor einem Jahr: Noch 48 Prozent meldeten gute Geschäfte (minus 9 Prozentpunkte), inzwischen 15 Prozent schlechte (plus 4 Prozentpunkte).

Nach Einschätzung der Betriebe werden die Auswirkungen der vorgenannten Belastungsfaktoren jedoch spürbar zunehmen und bereits im 4. Quartal 2022 die Geschäftsentwicklung im Handwerk merklich stärker belasten. Nur noch 10 Prozent der Betriebe erwarten eine bessere Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten, während beinahe viermal so viele von einer Verschlechterung ausgehen (39 Prozent). Vor einem Jahr hatten nur 11 Prozent pessimistische und immerhin 20 Prozent positive Geschäftserwartungen. Vor allem aufgrund dieses drastischen Erwartungsrückgangs brach der Geschäftsklimaindikator für das Handwerk, der Lage und Erwartungen bündelt, von 126 auf 97 Punkte ein. 

Geschäftslageentwicklung im Handwerk bis drittes Quartal 2022

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