Sonstige Fortbildungen im Handwerk

Neben der Meisterprüfung stehen im Handwerk zahlreiche weitere attraktive Fortbildungsangebote zur Verfügung, durch welche die in der Ausbildung erworbenen Kompetenzen erweitert und vertieft werden können. Gewerbliche Fortbildungen richten sich häufig auf neuen Tätigkeits- bzw. Technologiefelder im Handwerk (z. B. erneuerbare Energien, Gebäudemanagement, Automatisierungstechnik) oder auf spezielle Handwerkstechniken (z. B. Restaurierung, Gestaltung). Darüber hinaus kann man sich im Handwerk auch in berufsübergreifenden Bereichen weiterqualifizieren (z. B. im kaufmännischen Bereich oder auch auf dem Gebiet der IT-Anwendung und -technik).

Grundsätzlich ist das Fortbildungsangebot im Handwerk auf drei Karrierestufen oberhalb der Ausbildungsebene ausgerichtet:

  • Gesellenebene (DQR-Qualifikationsniveau 5), die unmittelbar an die Ausbildungsebene anknüpft und auf erste Führungsaufgaben sowie Spezialfunktionen vorbereitet,
  • Meisterebene (DQR-Qualifikationsniveau 6) und
  • Meister-Plus-Ebene (DQR-Qualifikationsniveau 7) (Siehe Berufslaufbahnkonzept).

Die Weiterbildungsangebote des Handwerks sind vielfältig und es lohnt sich einen Blick auf das regionale Weiterbildungsangebot der Handwerkskammern zu werfen. Auch die Innungen und Fachverbände bieten interessante Kurse für Arbeitnehmer/-innen und Unternehmer/-innen an.

Fortbildungsprüfungen

Fortbildungsangebote, die mit einer öffentlich-rechtlichen Prüfung der Handwerkskammer abschließen, sind in besonderer Weise qualitätsgesichert und genießen daher einen besonderen Stellenwert auf dem Arbeitsmarkt. Bei den Fortbildungsprüfungen ist zu unterscheiden zwischen Fortbildungsprüfungen, die auf Grundlage einer bundeseinheitlichen Rechtsverordnung nach § 42 HwO abgenommen werden und Prüfungen, die auf einer Regelung der Handwerkskammer nach § 42 a HwO beruhen und damit in der Regel vor allem regionale Bedeutung haben.

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