Frauen im Handwerk

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In mehr als 130 Ausbildungsberufen bietet das Handwerk Frauen vielfältige Karrierechancen und Entwicklungsperspektiven. Ob als Unternehmerin, Meisterin, mitarbeitende Unternehmerfrau, ob als Gesellin oder Auszubildende – Frauen tragen  in allen Bereichen zum Erfolg des Handwerks bei. Und eine junge Generation von gut ausgebildeten Frauen startet heute mit ganz neuen Perspektiven in die moderne, häufig digitale Handwerkswelt.

Starke Unternehmerinnen – Frauen in Führungspositionen

Frauen gehören in vielfältigen Positionen zu den Leistungsträgerinnen in Handwerksbetrieben. Als selbstständige Unternehmerin, Meisterin, Gründerin, in der Doppelspitze mit dem Partner oder als Nachfolgerin im Familienbetrieb haben sie sich ihren Platz in Führungspositionen erobert.   Mittlerweile erfolgt fast jede vierte Gründung im Handwerk durch eine Frau. Mehr als jede sechste erfolgreiche Meisterprüfung wurde 2017 von einer Frau absolviert (16,8 Prozent) und sogar jeder fünfte Handwerksbetrieb (19,4 Prozent) wird von einer Frau geführt. Darüber hinaus sind über 75 % der Handwerksbetriebe Familienbetriebe, die von einem (Ehe-)Paar gemeinsam geleitet werden. Das Entwicklungspotential von Frauen ist damit aber noch lange nicht ausgeschöpft.


Top-ausgebildete Frauen finden in Zeiten des Fachkräftemangels gute Möglichkeiten zur Entwicklung der eigenen Karriere. Viele Handwerkskammern und Fachverbände bieten Handwerkerinnen spezielle Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch Studienaussteigerinnen, Quereinsteigerinnen und Akademikerinnen sind willkommen. Für die Entwicklung künftiger Führungskräfte werden neben der Fortbildung zur Meisterin oder zur Betriebswirtin im Handwerk regional in vielen Berufen auch duale Studiengänge angeboten. Bundesweit können sich Frauen im Netzwerk „Unternehmerfrauen im Handwerk“ austauschen und weiterbilden.

Die nächste Generation: Junge Frauen im Handwerk

Junge Frauen setzen sich auch in ehemals als reine Männerberufe verstandenen Gewerken durch: Als Dachdeckerin, Malerin oder Mechatronikerin überzeugen sie mit Kopf und handwerklichem Geschick und Können. Im 21. Jahrhundert starten sie deutlich qualifizierter und selbstbewusster in ihre Ausbildung.  

Insgesamt liegt der Frauenanteil bei neugeschlossenen Ausbildungsverträgen im Handwerk bei fast einem Viertel (2017: 23,2 Prozent). In den gewerblich-technischen Berufen bleiben Frauen vielfach jedoch noch unterrepräsentiert.

Frauen wählen häufig kreative Handwerksberufe. Weit oben auf der Beliebtheitsskala rangieren der Beruf Maßschneiderin (Frauenanteil 81,9 Prozent), Goldschmiedin (79,1 Prozent), Konditorin (82,1 Prozent) oder Augenoptikerin (68,9 Prozent). Aber auch einzelne technische Berufe, etwa Zahntechnikerinnen (55,1 Prozent) oder Orthopädieschuhmacherin (43,0 Prozent), sind bei Frauen durchaus beliebt. Deutlich gestiegen ist der Anteil junger Frauen, die Bäckerin, Malerin und Lackiererin oder Tischlerin werden. Auch wenn der Friseurberuf noch unangefochten auf Platz Eins der Top-Berufe für Frauen steht: In vielen Bereichen wird das Handwerk deutlich weiblicher.


Ziel ist es, noch mehr junge Frauen zu einer Ausbildung in den vielen zukunftsorientierten Berufen im Handwerk zu ermutigen. Die Berufsaussichten und Karrierechancen für Frauen im Handwerk sind exzellent.

Junge Frauen werden im Rahmen der schulischen Berufsorientierung und der Kampagne des Handwerks explizit angesprochen, die eigene Stärken und Talente jenseits von Stereotypen weiterzuentwickeln und neue Wege in der Berufswahl zu gehen. Durch die Stärkung von MINT-Fächern soll das Interesse für gewerblich-technische Berufe geweckt werden. Der ZDH beteiligt sich am Girls Day, MINT-Initiativen und setzt sich im Rahmen der Initiative Klischeefrei für die Überwindung von Geschlechterklischees in der Berufsorientierung und -beratung ein.

Umdenken ist angesagt – auch bei Eltern, Lehrern und in der Gesellschaft insgesamt. Mit dem digitalen Wandel werden die körperlichen Belastungen handwerklicher Berufe geringer, zugleich wächst der Bedarf an kreativem, kommunikativem und gestaltendem Potential. In den Führungsetagen des Handwerks von morgen rücken Themen wie z. B. Arbeitsklima, Führungskultur, Kommunikation, Gestaltung von Arbeitsorganisation und Arbeitszeit, Work-Life-Balance sowie Personalentwicklung in den Mittelpunkt. Handwerk lebt Vielfalt und es gibt spannende Herausforderungen zu entdecken.


Das Handwerk braucht noch mehr Frauen

Der ZDH setzt sich dafür ein, Frauen vielfältige Wege für individuelle Karrieren zu ebnen und ermutigt sie zur Entfaltung ihrer unternehmerischen Potenziale im Handwerk. Das Handwerk braucht noch mehr Frauen – besonders auch in Führungspositionen und als Unternehmerinnen.

Als Spitzenverband unterstützt der ZDH Initiativen zur Chancengleichheit in der Handwerksorganisation sowie regionale und bundesweite Frauen-Netzwerke in Handwerk und Wirtschaft. Auf Spitzenebene findet u.a. regelmäßig ein Austausch mit den Unternehmerfrauen im Handwerk statt.

Der ZDH fördert die „Vereinbarkeit Familie und Beruf“ für Männer und Frauen. Wir sind Partner im Netzwerk Erfolgsfaktor Familie. Und wir stehen dafür ein: Nicht nur große Unternehmen, auch kleine Unternehmen im Handwerk verfügen über viele Möglichkeiten, mit einer geschlechtergerechten Unternehmenskultur gezielt weibliche Nachwuchs- und Fachkräfte zu ermutigen und zu fördern.

Frauen im Handwerk

Bundesverband UnternehmerFrauen im Handwerk

Die UnternehmerFrauen im Handwerk sind ein Netzwerk von Ehefrauen, Partnerinnen und Töchtern, die im Büro für den kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Teil Verantwortung übernehmen, sowie von Unternehmerinnen, die erfolgreich …
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Studie Frauen im Handwerk - Status Quo und Herausforderungen

Dieser Beitrag zur Handwerksforschung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen) fasst die zentralen Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Frauen im Handwerk …
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Keine Kompromisse

Frauenpower hat bei jeder vierten Gründung im Handwerk die Nase vorn. Jule und Tina fertigen in ihrer Meisterwerkstatt "Tischleria" in Berlin Spitzenprodukte ganz von Frauenhand.
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Optiker geht auch ungewöhnlich

Eine auffällig anders auftretende Inhaberin, ein auffällig anders aussehender Laden, auffällig andere Produkte, ungewöhnlich präsentiert.
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Aus Liebe zum Holz

Die Tischlerei Kaspar aus Rhens am Rhein hat sich auf Massivholztreppen spezialisiert. Julia Kasper führt das Familienunternehmen nun ins digitale Zeitalter mit einer Internetplattform für individuelle Massivholzmöbel.
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Aktuelles

Frauen im Handwerk unverzichtbar für Zukunftsgestaltung

[15.03.2019]

(UFH/ZDH) „Frauen im Handwerk: Zukunft gestalten“ - unter diesem Motto fand am 15. März 2019 bereits zum dritten Mal die Fachtagung des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse …
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"Wir brauchen mehr Frauen in den Gremien der Handwerksorganisation"

[05.03.2019]

Am 15. März 2019 findet die 3. Fachtagung des Bundesverbands der Unternehmer Frauen im Handwerk (UFH) am Rande der Internationalen Handwerksmesse statt. Höhepunkt ist in diesem Jahr der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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„Frauen im Handwerk“

[20.02.2019]

Im Rahmen des Projekts von itb und ifh „Frauen im Handwerk“ erstellt das itb Beratungs¬material zu familienbewusster Personalpolitik.
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BDA, DIHK und ZDH treten Initiative Klischeefrei bei

[01.10.2018]

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) treten am 01.10.2018 gemeinsam der Initiative Klischeefrei bei.
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Aktionen und Initiativen

Girls'Day

Der Girls’Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Jedes Jahr öffnen sich am Girls'Day die Türen von Unternehmen, Handwerksbetrieben und Hochschulen in ganz Deutschland für Schülerinnen ab der 5. Klasse.  …
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AusbildungPlus - Duales Studium in Zahlen

In Kooperation des ZDH und der Datenbank AusbildungPlus ist eine Studie zum dualen Studium in verschiedenen Handwerken entstanden. Diese zeigt, dass auch kleine und mittlere Betriebe über ein attraktives Angebot verfügen. Zur Studie.

Broschüre "Starke Frauen für ein starkes Handwerk"

Fachfrau, Führungskraft und verantwortlich – von wegen "schwaches Geschlecht"! Die HWK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim stellt zehn starke Frauen im Handwerk vor. Zur Broschüre.

Den Meisterbrief haben sich die beiden Berlinerinnen im früheren Männerberuf Tischler hart erarbeitet. Heute führen sie ihre Frauen-Werkstatt anders – und bestehen genau deswegen gegenüber der Konkurrenz.

Zur Handwerk-Story.

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Anne Dohle
Sozialpolitik
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