09.10.2019

Meisterprüfungsverordnung für das Fotografenhandwerk modernisiert

Foto: www.amh-online.de

Die Meisterprüfungsverordnung im Fotografen-Handwerk ist überarbeitet worden und beinhaltet die novellierten Teile: Teil I (Fachpraxis) und Teil II (Fachtheorie).

Die Prüfung der Fachpraxis umfasst die Prüfungsbereiche: 

Meisterprüfungsprojekt und FachgesprächSituationsaufgabe

Das Meisterprüfungsprojekt, das einem Kundenauftrag entspricht, besteht aus Planungs-, Durchführungs-, Kontroll- und Dokumentationsarbeiten. Als Meisterprüfungsprojekt ist eine der folgenden Arbeiten auf der Grundlage einer zu erstellenden Konzeption mit Ressourcenplanung und Kalkulation durchzuführen:

  1. eine Aufnahmeserie von zwölf Bildern,
  2. eine Aufnahmeserie von mindestens neun Bildern und eine Filmproduktion oder
  3. eine Aufnahmeserie von mindestens neun Bildern und ein Composing.

Für die Durchführung der gewählten Arbeit hat der Prüfling aus sechs vorgegebenen Bereichen drei zu wählen und gestalterisch zu verbinden. Dabei muss der Prüfling mindestens eine Personendarstellung und eine Sachdarstellung umsetzen.

Das Fachgespräch bezieht sich auf das Meisterprüfungsprojekt

Die Situationsaufgabe orientiert sich an einem Kundenauftrag und vervollständigt den Nachweis der beruflichen Handlungskompetenz für die Meisterprüfung im Fotografen-Handwerk.

Als Situationsaufgabe hat der Prüfling jeweils eine Aufnahme als Personendarstellung und als Sachdarstellung für einen fiktiven Kundenauftrag zu erstellen. Er hat die Bilddateien zu bearbeiten, zu gestalten und die Ergebnisse am Bildschirm zu präsentieren. Die konkrete Aufgabenstellungwird vom Meisterprüfungsausschuss festgelegt.
Zehn Arbeitstage Meisterprüfungsprojekt und höchstens 30 Minuten Fachgespräch

Drei Stunden

 

 

Der CentralVerband Deutscher Berufsfotografen hat mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) einen Rahmenlehrplan zur Meistervorbereitung in den Teilen I und II im Fotografen-Handwerk erarbeitet, die in Kürze zur Verfügung stehen werden. Er sichert eine bundesweit einheitliche und qualitativ hochwertige Umsetzung der Meisterprüfungsverordnung.

MeisterInnen im Fotografen-Handwerk sind Angestellte, AusbilderInnen, Selbständige und/oder UnternehmerInnen. Sie sind auch als Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen oder Sachverständige gefragt. Perspektivisch können sich MeisterInnen zum/zurgeprüften BetriebswirtIn nach der Handwerksordnung fortbilden oder ein Studium aufnehmen.

Auf Anregung des CentralVerbandes Deutscher Berufsfotografen wurde die Meisterprüfung im Fotografen-Handwerk modernisiert. An der Neuordnung der Meisterprüfungsverordnung im Fotografen -Handwerk haben der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Gewerkschaft Ver.di, die Sachverständigen, sowie das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) mitgewirkt.

Die Verordnung wurde im Einvernehmen von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erlassen. Am 9. Oktober 2019 wurde die Verordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Sie tritt am 1. März 2020 in Kraft.

Die neue Meisterprüfungsverordnung finden Sie im Bundesgesetzblatt.