Aufstiegs-BAFöG

Seit 1996 gibt es das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), kurz Aufstiegs-BAföG. Das auch als „Meister-BAföG“ bezeichnete Programm ist das wichtigste Förderinstrument für die berufliche Weiterbildung.

 

Förderleistungen

Das Aufstiegs-BAFöG leistet Unterstützung bei der Finanzierung von Lehrgangs- und Prüfungskosten für eine berufliche Aufstiegsfortbildung. Bei Personen, die Vollzeitkurse belegen und deshalb nicht selber für ihren Lebensunterhalt sorgen können, ist auch eine Unterhaltsförderung möglich. Die Leistungen werden zum Teil als Zuschuss, zum überwiegenden Teil jedoch als Bankdarlehen gewährt.

Das Aufstiegs-BAFöG kann als Pendant zum Studierenden-BAFöG im Bereich der Beruflichen Bildung bezeichnet werden. Die Förderungsleistungen und -bedingungen nach dem AFBG sind jedoch nicht in jeder Hinsicht vergleichbar mit der Förderung des Hochschulstudiums: So sieht das AFBG z. B. deutliche höhere Vermögensgrenzen vor als das Studierenden-BAFöG.

 

Förderfähige Maßnahmen

Leistungen nach dem AFBG können für Meisterqualifizierungen und weitere Abschlüsse der Höheren Berufsbildung, wie z. B. für die Fortbildung zum/zur Geprüften Betriebswirt/in nach der HwO, beantragt werden. Damit eine Bildungsmaßnahme förderfähig ist, müssen auf jeden Fall folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Fortbildung setzt einen anerkannten Berufsabschluss voraus (= Aufstiegsfortbildung).
  • Die Fortbildung bereitet auf eine öffentlich-rechtlich geregelte Prüfung vor.
  • Die Fortbildung umfasst mindestens 400 Unterrichtsstunden und dauert nicht länger als drei (Vollzeit) bzw. vier Jahre (Teilzeit).

Umfassende Informationen zum Aufstiegs-BAFöG, z. B. zur Antragssteller, den Förderleistungen und der Förderdauer, liefert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter https://www.aufstiegs-bafoeg.de/.