15.03.2019

Frauen im Handwerk unverzichtbar für Zukunftsgestaltung

Foto: ZDH/Ortrud Stegner

(UFH/ZDH) „Frauen im Handwerk: Zukunft gestalten“ - unter diesem Motto fand am 15. März 2019 bereits zum dritten Mal die Fachtagung des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse (IHM) 2019 statt. Auf der Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Handwerksmessen, der Signal Iduna und der IKK classic stellten hochkarätige Referenten heraus, in welchem Umfang Frauen zum Erfolg der Handwerksbetriebe beitragen, und wie ihre Stellung in der Handwerksorganisation gestärkt werden kann.

Besonderer Ehrengast war in diesem Jahr Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Sie dankte in ihrem Grußwort den Unternehmerfrauen im Handwerk für ihr Engagement im Ehrenamt und ihre Leistungen in den Handwerksunternehmen.
 
„Aktuell geht es dem Handwerk so gut wie lange nicht mehr. Viele der Auftragsbücher sind voll. Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk nimmt zu. Und die Leistungen der Frauen in den Unternehmen, im Wirtschaftsbereich Handwerk insgesamt und auch in der Handwerksorganisation sind sehr viel sichtbarer geworden“, stellte die UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth fest.
 
„Die Unternehmerfrauen sind ein unverzichtbarer Partner für das Handwerk“, erklärte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). „Sie gehören in den Betrieben zu den Leistungsträgern und tragen auf allen Ebenen zum wirtschaftlichen Erfolg

der Handwerksbetriebe bei. Das bringen wir auch im Rahmen unserer Imagekampagne zum Ausdruck. Weiterhin setzen sich die Unternehmerfrauen bei ihrer politischen Arbeit gemeinsam mit der Handwerksorganisation erfolgreich für notwendige Reformen ein“, würdigte Wollseifer die Leistungen der Unternehmerfrauen.
 
Mit ihrem Vortrag „Siege entstehen im Kopf – mit Motivation im Team zum Erfolg“ gab weiterhin Verena Bentele, Coach und Weltbehindertensportlerin und Präsidentin des Sozialverbandes VdK, wichtige Impulse für die Arbeit im Unternehmen.

Auch neue Möglichkeiten für die Arbeit des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk wurden während der Veranstaltung auf den Weg gebracht. Live wurde im Rahmen der Tagung die neue UFH-Fanpage bei Facebook gestartet. Dies ist Teil eines Programmes des Verbandes, das unter der Leitidee „Haben wir“ steht und bis ins Jahr 2020 für die Mitglieder neue Möglichkeiten zum Netzwerken und zur Mitgliedergewinnung vorsieht.

Im Rahmen einer Talkrunde tauschten sich dann die UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth, ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer und Andreas Ehlert, Präsident des Handwerkstages Nordrhein-Westfalen, über die Maßnahmen aus, die das Handwerk erfolgreich machen. Wichtige Themen sind hier unter anderem die Stärkung der dualen Ausbildung, die Novelle der Handwerksordnung sowie der Abbau der Bürokratiebelastungen für die Betriebe.

Wie Heidi Kluth bei der Talkrunde ankündigte, wollen die Unternehmerfrauen künftig zur Chefinnensache machen, mehr junge Frauen für das Handwerk zu gewinnen. „Es soll deutlich werden: Im Handwerk sind die jungen Frauen richtig, und zwar in der ganzen Bandbreite der handwerklichen Berufe.“

Mehr als 350 Teilnehmerinnen konnte die UFH-Fachtagung 2019 verbuchen – eine Ermutigung, diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.