Aktuelles zur Corona-Krise in Europa

Die Europäische Kommission koordiniert die gemeinsame Corona-Krisenreaktion. Aktuelle Informationen für ganz Europa finden Sie daher auf der offiziellen Corona-Response Webseite der EU-Kommission. Dort finden Sie u. a. Informationen zum Europäischen Aufbauplan, eine Zeitleiste mit allen ergriffenen EU-Maßnahmen sowie die Vorschläge für die Rückkehr zur Normalität. Detailinformationen gibt es aus allen Bereichen, wo die EU-Kommission tätig wird (z.B. Wirtschaft und Beschäftigung, Gesundheitswesen etc.) und ihrem Kampf gegen die Desinformation.

Reisen und Pendeln zu Arbeitszwecken bleibt trotz steigender Infektionen möglich!

Auf der interaktiven Internetplattform Re-open EU gibt es umfangreiche Informationen zu den aktuellen nationalen und regionalen Bestimmungen (u. a. zu Reisebeschränkungen, Transitregelungen, Quarantänemaßnahmen, besonderen Öffnungszeiten von Restaurants oder Hotels bis zu Corona-Gutscheinangeboten, Verhaltensregeln, Maskenpflicht, Kontaktnachverfolgungs-Apps, Gesundheitsversorgung).

Auf der Webseite der ECDC, dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (dem auch das deutsche RKI (Robert-Koch-Institut) angeschlossen ist), spiegelt eine Karte die aktuelle epidemiologische Situation der Corona-Pandemie, auch bis auf regionale Ebene, wider. Maßgeblich sind jedoch immer die von den nationalen Behörden im Rahmen des Infektionsschutzes ausgesprochenen Warnungen.

Auszubildende und Studenten, die an ERASMUS-Programmen teilnehmen, kontaktieren am besten ihre Mobilitätsberater der Kammern.

 

Handwerksrelevante EU-Finanzmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

  • Strukturfonds: Mit der "Corona Response Investment Initiative Plus" werden 37 Mrd. € im Rahmen der Strukturfonds zur Bewältigung der Coronakrise mobilisiert und die Mittelvergabe flexibilisiert. Darunter fallen auch Maßnahmen zur Unterstützung von Kurzarbeit, Fortbildungen und Umschulungen.
  • Beihilfepolitik: Die Mitgliedstaaten können Unternehmen mit direkten Zuschüssen oder Steuervorteilen bis zu 800.000 € pro Unternehmen unterstützen. Zusätzlich möglich sind staatliche Garantien für Bankdarlehen sowie öffentliche und private Darlehen mit subventionierten Zinssätzen.Der befristete Corona-Beihilferahmen gilt bis zum 31. Dezember 2020. Er wurde bereits drei Mal ausgeweitet, u.a. auf Rekapitalisierungsmaßnahmen und zuletzt Ende Juni 2020 auf kleine und Kleinstunternehmen, die sich bereits am 31. Dezember 2019 in finanziellen Schwierigkeiten befanden. Weitergehende Informationen finden Sie auf der Corona-Beihilfenseite der EU-Kommission.
  • Fiskalpolitik: Die europäischen Fiskalregeln wurden mittels Ausweichklausel zeitweise ausgesetzt, um den Regierungen den Spielraum zur Abfederung der Corona-Krise einzuräumen.
  • Geldpolitik: Am 18.3.2020 kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) ein einjähriges Anleihenkaufprogramm in Höhe von 750 Mrd. € an, um die Finanzmärkte zu beruhigen und die Wirtschaft mit Liquidität zu versorgen. Am 6.6.2020 wurde es auf 1,35 Bio. € aufgestockt.
  • Pandemie-Krisenhilfe: Über ein spezielles ESM-Programm können Mitgliedstaaten einen günstigen Kredit i.H.v. 2 % ihrer Wirtschaftsleistung erhalten.
  • Paneuropäischer Garantiefonds: Die Europäische Investitionsbank und der Europäische Investitionsfonds werden mit einem neuen Garantiefonds zusätzliches Kapital i.H.v. 200 Mrd. € für europäische Unternehmen mobilisieren. Dies wird durch Garantien aus dem EU-Haushalt und von den Mitgliedstaaten ermöglicht und hauptsächlich über Banken und Förderinstitute abgewickelt.
  • SURE: Ein neues Instrument der EU-Kommission namens "SURE" soll Kurzarbeitergeld-ähnliche Maßnahmen in Mitgliedstaaten mit bis zu 100 Mrd. € unterstützen. Finanziert wird dies über EU-Anleihen, die von den Mitgliedstaaten garantiert werden.
  • Über das Recovery-Instrument "Next Generation EU" will die Kommission bis 2024 weitere 750 Mrd. € am Markt aufnehmen und für die wirtschaftliche Erholung in der EU bereitstellen (in Form von Zuschüssen und Darlehen an Mitgliedstaaten).
  • Bankenregulierung: EU-Krisenleitlinien und "Quick Fixes" sollen europäischen Banken eine möglichst flexible Anwendung der existierenden Regulierung ermöglichen, um den Kreditzugang für Unternehmen und Haushalte zu erhalten.  

 

 

Informationen für das Handwerk

Coronavirus

Wichtige Infos für das Handwerk: Wir bündeln Fragen und Informationen, die sich für Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen aktuell im Zusammenhang mit der Corona-Krise stellen.
mehr