Brexit

Mann im Großbritannien-Kostüm mit Hut blickt in Richtung Big Ben in London.
Foto: AdobeStock/Kara

Künftige Handels- und Kooperationsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich

Am 1. Januar 2021 verließ das Vereinigte Königreich den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Daher ändert sich das Verhältnis der EU zum Vereinigten Königreich auch mit Abschluss der Abkommen zu den künftigen Beziehungen grundlegend: Das Vereinigte Königreich ist nun Drittstaat. 

Am 24. Dezember 2020 endeten die Verhandlungen mit dem Abschluss eines weitreichenden Handels- und Kooperationsabkommens. Das Abkommen wurde ab dem 1. Januar 2021 vorläufig angewandt. Das britische Unterhaus stimmte dem Abkommen am 30. Dezember 2020 zu, das Europäische Parlament stimmte am 27. April 2021 mit deutlicher Mehrheit für das Abkommen. Der Beschluss über die Annahme wurde vom Rat der EU am 29. April 2021 verabschiedet. Somit kann das Abkommen zum 1. Mai 2021 endgültig in Kraft treten.

Am 1. Februar 2020 ist das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausgetreten. 

Im Oktober 2019 einigten sich die EU-Kommission und die britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson auf ein Austrittsabkommen, welches einen Übergangszeitraum bis zum 31.12.2020 vorsah. Während dieses Übergangszeitraums blieb das Vereinigte Königreich an EU-Recht gebunden, war jedoch nicht länger am politischen Entscheidungsprozess in der EU beteiligt. Auf Grundlage eines Verhandlungsmandats der 27 EU-Mitgliedstaaten verhandelte die Europäische Kommission von März bis Dezember 2020 über das künftige Verhältnis mit dem Vereinigten Königreich.  

Den vorläufigen Text des Handels- und Kooperationsabkommens finden Sie hier:

Eine Übersicht über die unabhängig davon eintretenden Änderungen hatte die Europäische Kommission am 9. Juli 2020 veröffentlicht:


Weitere Informationen

EU-Parlament stimmt für Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich

[28.04.2021]

Das EU-Parlament hat am Abend des 27. April mit großer Mehrheit seine Zustimmung zum Handels- und Kooperationsabkommen mit dem Vereinigten Königreich gegeben.
mehr

Wirtschaftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich: Betroffenheit des Handwerks durch neue Regelungen des Handels- und Kooperationsabkommens

[11.03.2021]

Der ZDH informiert mit beiliegendem Papier über die das Handwerk betreffenden Neuregelungen im Verhältnis mit dem Vereinigten Königreich. Konkrete Probleme und Unklarheiten für Handwerksbetriebe sollen gesammelt in die weiteren …
mehr

Auswirkungen des Brexit auf das Handwerk

Das Handwerk begrüßt die Einigung der EU mit dem Vereinigten Königreich auf ein Handels- und Kooperationsabkommen. Die Fortführung der engen wirtschaftlichen Beziehungen bleibt somit trotz bevorstehender Änderungen grundsätzlich gewährleistet. 

Der Austausch zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich ist für beide Länder ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und hat zu einer starken Verflechtung der beiden Volkswirtschaften geführt.

Änderungen im grenzüberschreitenden Austausch sind unvermeidbar, da Großbritannien seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr Teil des EU-Binnenmarkts und der Zollunion ist.

Was das konkret für Unternehmen bedeutet, das erfahren Sie hier:

Brexit-Vorbereitung für Handwerksbetriebe

Aufgrund der engen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ergeben sich durch den Brexit weitreichende Folgen für Unternehmen.
mehr

Umsatzsteuer- und Zollvorschriften nach Brexit

Nach dem Brexit sind bei der Lieferung nach sowie bei Werklieferungen (u.a.) in Großbritannien und Nordirland durch deutsche Unternehmer abweichende Vorschriften zu beachten.
mehr

Logo der Aktion Modernes Handwerk
Logo und Schriftzug des Informations- und Beratungsnetzwerk im Handwerk BISNET.
Logo und Schriftzug des europäischen Dachverbands SMEunited. SMEunited repräsentiert die Fachverbände des Handwerks und KMU.