Brexit

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Der Austritt Großbritanniens aus der EU

Am 23. Juni 2016 haben die Briten mit einer Mehrheit von 51,9 % zu 48,1 % in einem Referendum dafür gestimmt, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt ("Brexit"). Daraufhin trat Premierminister David Cameron zurück. Seine Nachfolgerin Theresa May reichte am 29. März 2017 bei der Europäischen Union in Brüssel das offizielle EU-Austrittsgesuch nach Artikel 50 des EU-Vertrags ein. Anschließend begann die zweijährige Verhandlungsphase. Das Ergebnis der Verhandlungen ist das Brexit-Austrittsabkommen sowie eine politische Erklärung zum zukünftigen Verhältnis.

Der Europäische Rat hat am 10. April 2019 einer Brexit-Fristverlängerung bis zum 31. Oktober 2019 zugestimmt. Das Datum wurde gewählt, da dies der letzte Arbeitstag der aktuellen EU-Kommission ist. Somit wird Großbritannien an der Europawahl teilnehmen. Die EU hat bei der Verlängerung an die Auflage geknüpft, dass das Vereinigte Königreich als „austretender Mitgliedstaat“ eine zurückhaltende Rolle bei wichtigen Entscheidungen, wie z.B. dem EU-Haushalt, einnehmen soll. Bis zum 31. Oktober muss die britische Regierung nun eine Lösung finden: Nimmt man das Austrittsabkommen an oder tritt man vom Brexit zurück? Ansonsten droht der No Deal.

Weiterführende Links zum Brexit finden Sie hier:

Brexit: Fragen und Antworten des ZDH

Informationen zum deutschen Brexit-Übergangsgesetz

Themenspezifische Hinweise der EU-Kommission

EU-Gesetzgebungsverfahren und weitere Initiativen zur Brexit-Vorbereitung

Administrative Hinweise der EU-Kommission (EN)

Brexit-Zeitplan bis Ende Oktober

[05.09.2019]

Bei der Abstimmung am 4. September im Unterhaus wurde ein No Deal vorerst ausgeschlossen und das Austrittsabkommen zu einer weiteren Abstimmung im Parlament zugelassen.
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Auswirkungen des Brexit auf das Handwerk

Das Handwerk bedauert die Entscheidung der Briten vom Juni 2016, die Europäische Union zu verlassen. Der Austausch zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich ist für beide Länder ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und hat zu einer starken Verflechtung der beiden Volkswirtschaften geführt.

Jetzt muss alles dafür getan werden, dass der Brexit so reibungslos wie möglich abgewickelt wird. Die Integrität des europäischen Binnenmarktes muss indes gewahrt bleiben. Nur so können negative Auswirkungen auch für das deutsche Handwerk vermieden werden. Besonders die Einführung von Zollkontrollen und der damit einhergehende bürokratische Aufwand würden Handwerksunternehmen abschrecken. Einfache und übersichtliche Exportregeln haben daher Priorität. Dies gilt nicht nur für den Güterexport. Auch der Handel mit Dienstleistungen sowie die Personenfreizügigkeit müssen zu fairen Bedingungen möglich bleiben.

Was das konkret für die Unternehmen bedeutet, erfahren Sie hier:

Brexit-Vorbereitung für Handwerksbetriebe

Aufgrund er tiefen Verstrickung zwischen Großbritannien und der EU können durch den Brexit unerwartete Folgen für Unternehmen entstehen.
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Umsatzsteuer- und Zollvorschriften nach Brexit

Nach dem Brexit sind bei der Lieferung nach sowie bei Werklieferungen (u.a.) in Großbritannien und Nordirland durch deutsche Unternehmer abweichende Vorschriften zu beachten.
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We want you to stay - Wollseifer unterzeichnet gemeinsamen Brief an die Briten

In einem Brief appellieren Deutschlands Top-Politiker und Wirtschaftsvertreter an die britische Vernunft, in der EU zu bleiben. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer hat den Appell für das deutsche Handwerk unterzeichnet.
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