Brexit

Foto: AdobeStock/Kara

Der Austritt Großbritanniens aus der EU

Am 23. Juni 2016 haben die Briten mit einer Mehrheit von 51,9 % zu 48,1 % in einem Referendum dafür gestimmt, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt ("Brexit"). Daraufhin trat Premierminister David Cameron zurück. Seine Nachfolgerin Theresa May reichte am 29. März 2017 bei der Europäischen Union in Brüssel das offizielle EU-Austrittsgesuch nach Artikel 50 des EU-Vertrags ein. Anschließend begann die zweijährige Verhandlungsphase.   

Ab dem 30. März um 00:00 Uhr wird das Vereinigte Königreich kein Mitglied der Europäischen Union mehr sein. Die Frage, die noch zu klären ist, bleibt: Wie werden EU und UK auseinandergehen, und in welchem Verhältnis werden die beiden in Zukunft zueinander stehen?

Auf der europäischen Seite werden die Austrittsverhandlungen von der eigens hierfür gegründeten Task Force Article 50 gegründet, benannt nach Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union, welcher den Austritt eines Mitgliedsstaates regelt. Auf der britischen Seite wurde das Ministerium für die Austrittsverhandlungen gegründet (Department for Exiting the European Union, DExEU).

Für die Austrittsverhandlungen sind zwei Jahre vorgesehen. Können sich beide Seiten nicht auf ein Austrittsabkommen einigen, gelten ab dem 30. März die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).

Weiterführende Links zum Brexit finden Sie hier:

Brexit: Fragen und Antworten des ZDH

Informationen zum deutschen Brexit-Übergangsgesetz

Brexit-Vorbereitung: Themenspezifische Hinweise der EU-Kommission (EN) 

EU-Gesetzgebungsverfahren und weitere Initiativen zur Brexit-Vorbereitung (EN)

 

 

Britische Regierung bittet EU um Verlängerung der Austrittsfrist

[20.03.2019]

Die britische Regierung hat die Europäische Union um eine Verlängerung der Austrittsfrist gebeten.
mehr

Auswirkungen des Brexit auf das Handwerk

Das Handwerk bedauert die Entscheidung der Briten vom Juni 2016, die Europäische Union zu verlassen. Der Austausch zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich ist für beide Länder ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und hat zu einer starken Verflechtung der beiden Volkswirtschaften geführt.

Jetzt muss alles dafür getan werden, dass der Brexit so reibungslos wie möglich abgewickelt wird. Die Integrität des europäischen Binnenmarktes muss indes gewahrt bleiben. Nur so können negative Auswirkungen auch für das deutsche Handwerk vermieden werden. Besonders die Einführung von Zollkontrollen und der damit einhergehende bürokratische Aufwand würden Handwerksunternehmen abschrecken. Einfache und übersichtliche Exportregeln haben daher Priorität. Dies gilt nicht nur für den Güterexport. Auch der Handel mit Dienstleistungen sowie die Personenfreizügigkeit müssen zu fairen Bedingungen möglich bleiben.

Was das konkret für die Unternehmen bedeutet, erfahren Sie hier:

Brexit-Vorbereitung für Handwerksbetriebe

Aufgrund er tiefen Verstrickung zwischen Großbritannien und der EU können durch den Brexit unerwartete Folgen für Unternehmen entstehen.
mehr

Umsatzsteuer- und Zollvorschriften nach Brexit

Nach dem Brexit sind bei der Lieferung nach sowie bei Werklieferungen (u.a.) in Großbritannien und Nordirland durch deutsche Unternehmer abweichende Vorschriften zu beachten.
mehr