Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2004 - Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung

Die Ergebnisse der Erhebung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für den Berichtszeitraum 1. Oktober 2003 bis 30. September 2004, aufgeschlüsselt nach Arbeitsamtsbezirken, durch das Bundesinstitut für Berufsbildung werden kommentiert. 
 
Nach den am Mittwoch vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bekannt gegebenen Zahlen wurden bis zum 30. September 2004 bundesweit 572.980 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind rund 15.350 oder 2,8 Prozent mehr als in 2003. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sieht in der amtlichen Statistik zur Zahl der neuen Ausbildungsverträge den Erfolg des Ausbildungspaktes bestätigt. Erstmalig seit 1999 konnte für alle Wirtschaftsbereiche damit ein Zuwachs bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen verzeichnet werden.

Im Handwerk wurden 168.438 neue Ausbildungsverträge, darunter 148 Anschlussverträge, abgeschlossen. Das entspricht einem Zuwachs von Plus 1,5 % (+ 2.507) gegenüber dem Vorjahr und zeigt damit eine Trendwende, denn seit 1995 ist im Handwerk erstmalig wieder ein Zuwachs an neu abgeschlossenen Verträgen registriert worden. Die gemeinsamen Anstrengungen von Betrieben, Kammern und regio-nalen Arbeitsagenturen haben sich bezahlt gemacht. Insgesamt konnte die Zahl der Neuverträge um 15.346 (+ 2,8 %) erhöht werden. Die Gesamtnachfrage nach Ausbildungsplätzen hat sich überraschend um fast 25.000 auf 617.556 erhöht. Allerdings konnte auch das Gesamtangebot um 13.900 (+ 2,4 %) auf 586.374 gesteigert werden.

Nach der Statistik der Bundesanstalt für Arbeit konnte zum November 2004 die Zahl der am 30. September 2004 noch als ausbildungsplatzsuchend gemeldeten Jugendlichen von 44.600 auf 23.500 reduziert (-47,4 %) werden. Noch 6.000 betriebliche Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Außerdem standen den Bewerbern Ende November noch rund 24.000 freie Plätze für Einstiegsqualifizierungen zur Verfügung. Damit konnte das im Ausbildungspakt vereinbarte Ziel, jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen bis zum Jahresende ein Angebot zu unterbreiten, erfüllt werden.

Regional betrachtet konnten zahlreiche Bundesländer ihr Vorjahresergebnis verbessern. In einigen Bundesländern sind Ausbildungsplätze unbesetzt. In der Bemühung, dem Ausbildungspakt gerecht zu werden, werben auch verstärkt andere Wirtschaftsbereiche um Jugendliche. In der Folge wird es zunehmend schwieriger für das Handwerk Jugendliche für eine gewerblich-technische Ausbildung zu gewinnen.

Detaillierte Informationen finden Sie in Kürze im Internet auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung/Berufe/Statistik (www.bibb.de)

Die besonderen Anstrengungen der Handwerksorganisation zur Gewinnung von Ausbildungsplätzen und für Einstiegsqualifizierungs-Angebote sind von der Politik besonders gewürdigt worden.

 

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