17.03.2020

Empfehlung zur Absage aller Prüfungstermine zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus

Studenten sitzen einzeln an Tischen und schreiben eine Prüfung.
Foto: AdobeStock/vectorfusionart

Angesichts der sich äußerst schnell ändernden Lage bei der Verbreitung des Coronavirus haben wir in ad-hoc-Abstimmung mit den Planungsgruppen Ausbildung und Weiterbildung entschieden, den Kammern und Innungen zu empfehlen, alle Berufsprüfungen (Abschluss- und Gesellenprüfungen inklusive Teile von gestreckten Prüfungen, Zwischenprüfungen, Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen) vorerst bis zum 24. April 2020 abzusagen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch über diesen Zeitpunkt hinausgehend Prüfungstermine abzusagen sind. Für einen über den 24. April hinausgehenden Zeitraum sind Empfehlungen jedoch derzeit nicht möglich.

Trotz des hohen öffentlichen Interesses an der Aufrechterhaltung der Berufsbildung einschließlich des Prüfungswesens überwiegt zum aktuellen Zeitpunkt das außerordentliche und grundsätzlich übergeordnete Interesse am Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Es ist in hohem Maße absehbar, dass in den kommenden Wochen Prüfungen nicht durchgeführt werden können, weil

  • Gebäude, in denen die Prüfungen durchgeführt werden (insbesondere Berufsschulen), nicht genutzt werden können und kurzfristig keine alternativen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen,
  • aufgrund von Krankheit oder Quarantänemaßnahmen keine ausreichende Zahl von Prüfenden verfügbar sind,
  • Anreisewege für Prüfungsteilnehmende unzumutbar werden oder
  • Menschenansammlungen aus Infektionsschutzgründen grundsätzlich verboten werden.

Um die komplexen Entscheidungen nicht regional zu treffen, sondern eine bundeseinheitliche Handhabung sicherzustellen, halten wir eine ZDH-Empfehlung für zielführend. Auch die IHK-Organisation hat ebenfalls eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen.