Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt lösen
Foto: ZDH/Henning Schacht
"Dass auf der einen Seite viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und auf der anderen Seite junge Menschen ohne Ausbildung oder Job sind, ist vor allem ein Passungsproblem, beruflich und regional. Zugleich erschweren fehlende Grundkompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen zunehmend den Einstieg in Ausbildung. Angesichts des in den kommenden Jahren weiter steigenden Fachkräftebedarfs können wir es uns aber weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich leisten, so viel Potenzial junger Menschen brachliegen zu lassen. Jetzt kommt es darauf an, Berufsorientierung und Vermittlung weiter zu stärken, jungen Menschen Mobilität zu ermöglichen und sie beim Erwerb notwendiger Grund- und Sprachkompetenzen zu unterstützen. Dafür brauchen wir verlässliche Strukturen, die Jugendliche und Betriebe zusammenbringen. Gerade deshalb ist es völlig unverständlich, dass mit dem Programm ‚Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen‘ ausgerechnet ein bewährtes Instrument Ende 2027 auslaufen soll. Das ist angesichts der bestehenden Passungsprobleme nicht nur der falsche Zeitpunkt, sondern politisch widersinnig. Wer Fachkräfte von morgen gewinnen will, darf erfolgreiche Brücken in Ausbildung nicht einfach abreißen."
Das Statement ist zuerst beim RedaktionsNetzwerk Deutschland erschienen.