Handwerkspräsident fordert: Entlastungsprämie wieder einkassieren
Foto: ZDH/Henning Schacht
Diese Prämie ist sozial ungerecht und wirtschaftspolitisch falsch! Der Staat wälzt damit nicht nur die Verantwortung auf die ohnehin stark belasteten Betriebe ab. Sie ist auch dazu geeignet, den sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu beeinträchtigen. Das ist das letzte, was wir jetzt brauchen.
Es geht nicht darum, ob man die 1.000 Euro zahlen will, sondern ob man zahlen kann. Viele Handwerksbetriebe stehen unverschuldet mit dem Rücken zur Wand, obwohl sie fleißig und innovativ arbeiten. Wie schwierig die aktuelle Lage ist, sieht man auch an den Absagen von Vertretern der öffentlichen Hand wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten. Es droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen denen, die zahlen, und denen, die es einfach nicht können. Das produziert Enttäuschungen bei Beschäftigten und Frustration bei Betriebsinhabern. Das sehen wir auch an der zunehmend aufgeheizten Debattenlage.
Eine größtmögliche Streckung und Stückelung der Auszahlung ist das Mindeste. Noch besser wäre, der Staat würde diese unredliche Idee schnellstens wieder einkassieren und durch einen anderen Vorschlag ersetzen, der endlich Entlastung für die Leistungsträger bringt.