Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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Deutschen Handwerks
15.12.2021

EU-Kommission stellt zweiten Teil des Fit für 55-Pakets vor

Am 15. Dezember stellt die EU-Kommission den 2. Teil ihres Fit für 55-Pakets vor, dessen Vorschläge darauf zielen, dass die Mitgliedstaaten bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger CO2 ausstoßen als 1990. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke:
Ein Dachdecker bringt auf einem Dach Solarpanel an.

"Im Fit für 55-Paket sehen wir Chancen für das Handwerk besonders bei der neugefassten Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz in Gebäuden. Denn es sind Handwerkerinnen und Handwerker, die die effizienzsteigernden Sanierungsarbeiten umsetzen, sei es auf der Baustelle oder beim Kunden. Allerdings muss noch nachgeschärft werden, damit Handwerksbetriebe ihre Chancen auch nutzen können. Wir brauchen ein klar formuliertes Bekenntnis dazu, dass Handwerkerinnen und Handwerker auch künftig unabhängig Energieausweise ausstellen können. Die Ausweise dürfen zudem nicht mit Kennzahlen überfrachtet werden, sondern sollten nur relevante Informationen dazu enthalten, wie Haus oder Wohnung energieeffizienter gemacht werden können.

Im Bereich nachhaltiger Mobilität fokussiert sich der Richtlinienvorschlag zu stark auf Elektroantriebe. Sie sind ein wichtiger, aber kein ausschließlicher Teil künftiger Mobilitätskonzepte. Der Fuhrpark eines Handwerksbetriebs wird Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Antriebsarten umfassen. Dieser Vielfalt in der Praxis muss die Richtlinie in technologieneutraler Weise Rechnung tragen. Wir brauchen zudem ein ausreichendes Angebot an Finanzierungsmodellen, die einfach zugänglich sind. Wenn deutlich ambitioniertere Anforderungen gesetzlich festgeschrieben werden, muss der Gesetzgeber das mit geeigneten Förderungen flankieren.

Grundsätzlich gilt es, die ambitionierten Anforderungen an der Realität auszurichten. Geschäftsgefährdende Auflagen, unnötige Kostentreiber oder unverhältnismäßige Regelungen gilt es zu verhindern."

Lesen Sie hierzu auch das ZDH-Kompakt "Neue Richtlinie zur Energieeffizienz in Gebäuden: Handwerk als Umsetzer stärken".

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