Zentralverband des
Deutschen Handwerks
08.09.2021

Israel: Zweistelliger Anstieg deutscher Werkzeugmaschinen-Exporte

2020 wuchsen die deutschen Lieferungen von Werkzeugmaschinen nach Israel um 15,8 %.

Die israelische Industrie bezieht ihre Werkzeugmaschinen praktisch nur aus dem Ausland. 2020 war Deutschland wie auch schon in den Jahren zuvor wieder führendes Lieferland; die deutschen Lieferungen wuchsen in dem Jahr um 15,8 %. Damit stieg auch der deutsche Importanteil kräftig.

Aufgrund der hohen Exportabhängigkeit der Industrie müssen israelische Unternehmen Produkte von ausgezeichneter Qualität und Zuverlässigkeit herstellen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, stellen sie höchste Qualitäts- und Präzisionsanforderungen an Werkzeugmaschinen. Die Exportquote der Hightech-Branche als wichtiger Abnehmersektor der Werkzeugmaschinen liegt bei rund 70 %. Im israelischen Maschinenbau werden ca. 60 % der Produkte exportiert.

Die hohen Ansprüche der israelischen Kunden sind ein wesentlicher Grund für die Dominanz westlicher Lieferanten. Rund 75 % bis 80 % der nach Israel importierten Werkzeugmaschinen sind mit numerischer Steuerung ausgestattet. Dabei gibt es auch Nischen und Verwendungsgebiete für handgeführte Anlagen – wie etwa bei kurzen Produktionsserien, Prototypen oder der Herstellung einzelner Ersatzteile. Größtes Hemmnis für einen breiteren Einsatz solcher Anlagen in Israel ist der bestehende Fachkräftemangel. Additive Produktionsverfahren wie etwa 3D-Drucker scheinen auf absehbare Zeit herkömmlichen Werkzeugmaschinen nicht den Rang abzulaufen.

Kontakt:
Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer (AHK Israel)

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 123 vom 1. Juli 2021

Schlagworte