Zentralverband des
Deutschen Handwerks
24.02.2026

Deutsche Firmen stärken ihre Position in Asiens Wachstumsmärkten

Das Jahr 2026 bietet viele Möglichkeiten in Fernost.
Vietnam – Ein Elektrobus von VinFast auf der Straße in Ho-Chi-Minh-Stadt.

2026 wird mit Sicherheit kein leichtes Jahr – geprägt von geopolitischen Spannungen, Handelsbarrieren und dem Wettstreit um Ressourcen und Talente – doch es eröffnet deutschen Unternehmen zumindest in Asien auch ein Spektrum von Chancen. Der Ostasiatische Verein (OAV) sieht Asien in diesem Jahr als den weltweit dynamischsten Wirtschaftsraum – ein Kontinent voller Superlative, wo deutsche Firmen seit über einem Jahrhundert mit ihrem “Made in Germany”-Label für höchste Qualität, Ingenieurskunst und Verlässlichkeit sorgen. Diese Stärken ermöglichen es auch in der Zukunft, Megatrends in Asien wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und urbane Expansion aktiv mitzugestalten.

Ungebremstes Wachstumspotenzial

Während China nach wie vor Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien ist und führend in Erneuerbaren Energien, KI und Solartechnik, gewinnen andere Märkte rasant an Bedeutung. Getragen von einer jungen Bevölkerung und einer ehrgeizigen Digitalstrategie hat insbesondere Indien riesiges Potenzial für deutsche Investitionen – vor allem in Infrastruktur, Gesundheitssektor und Verteidigungsindustrie und vor dem Hintergrund des geschlossenen Handelsabkommens.

Und Südostasien boomt: Vietnam ist auf dem Weg zu einem Hotspot für Textilien und Elektronik. In Indonesien entstehen im Bereich Elektromobilität Großanlagen zur Batterie- und Fahrzeugproduktion, unterstützt durch ausländische Direktinvestitionen in Milliardenhöhe – allein 2025 über sieben Milliarden Euro. Die Philippinen entwickeln sich inzwischen zu einem aufnahmefähigen neuen Konsummarkt. 

Mittelstand profitiert von Förderungen und strategischen Partnerschaften 

Von der Asien-Entwicklung können auch der deutsche Mittelstand und kleinere Unternehmen profitieren, indem sie gezielt Förderprogramme, Netzwerke und Nischenmärkte nutzen. EU-Programme wie Global Gateway bieten Zuschüsse für nachhaltige Lieferketten in ASEAN-Staaten, z. B. für KMU in Vietnam oder Indonesien bei Rohstoffsicherung und Digitalisierung. GTAI und AHKs vermitteln kostenlose Marktanalysen sowie Delegationsreisen, etwa nach Indonesien für Maschinenbau und grüne Technologien.

OAV und VDMA organisieren auch 2026 über das Auslandsmesseprogramm des Bundes Messen in Asien sowie Events in Deutschland wie das Economic Outlook Asia-Pacific in Hamburg, wo Mittelständler Kontakte zu lokalen Partnern knüpfen und Lokalisierungsstrategien kennenlernen können. 

Quellen: www.asia-bridge.de, Pressemeldung vom 3. Februar 2026;
                  www.oav.de, Stand Februar 2026;
                  www.gtai.de, Stand Februar 2026;
                  www.dihk.de: AHK-Umfrage zu Asien-Pazifik, Pressemeldung vom 3. Juni 2025