Zentralverband des
Deutschen Handwerks
07.01.2021

Deutschland: Schutzschirm für Lieferketten verlängert

Der gemeinsame Schutzschirm zur Absicherung von Lieferketten wird bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Der gemeinsame Schutzschirm zur Absicherung von Lieferketten wird bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Nachdem sich die Bundesregierung und die Kreditversicherer darauf Anfang Dezember 2020 verständigt hatten, hat die Europäische Kommission die Verlängerung kurz vor Weihnachten auch beihilferechtlich genehmigt. Der Bund wird somit weiterhin eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro übernehmen. Kreditversicherungen schützen Lieferanten vor Zahlungsausfällen, wenn ein Abnehmer im In- oder Ausland die Rechnung nicht bezahlen kann oder will.

Im Rahmen des 30-Milliarden-Euro-Schutzschirms verpflichten sich die Kreditversicherer, ihre bestehenden Kreditlimits weitestgehend aufrecht zu erhalten und sich an den Schadenzahlungen mit 10 Prozent zu beteiligen. Zudem überlassen sie dem Bund knapp 60 Prozent der Prämieneinnahmen für das erste Halbjahr 2021. Auch die über die Garantie des Bundes hinausgehenden Ausfallrisiken tragen die Kreditversicherer.

Die Verlängerung des Rettungspaketes gibt Unternehmen genügend Zeit, sich auf die neue Normalität vorzubereiten, ihre Geschäftsmodelle an die aktuelle Situation anzupassen und möglichst krisensicher aufzustellen. Euler Hermes geht davon aus, dass dadurch viele Firmen bis Ende Juni in die Erfolgsspur zurückfinden.

Quellen: www.bmwi.de, Pressemitteilung vom 4. Dezember 2020;
                 Nachrichten für Außenhandel Nr. 237 vom 7. Dezember 2020;
                 www.gdv.de, News vom 22. Dezember 2020

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