Sonderumfrage "Finanzierung und Nachhaltigkeit"
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Die Sonderumfrage wurde im Rahmen der Herbst-Konjunkturumfrage im Zeitraum 10. September 2025 bis 31. Oktober 2025 durchgeführt, wobei die Antworten die letzten 12 Monate vor der Umfrage berücksichtigen. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 5.635 Betriebe, die Auskunft über ihre Investitionen in Ressourceneffizienz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowie die dafür genutzten Finanzierungsinstrumente gaben. Zudem lieferten die Teilnehmer Informationen über die von ihnen abgeforderten Nachhaltigkeitsinformationen und über die im Betrieb bereits vorhandenen Nachhaltigkeitsnachweise.
Eine Umfrage unter demselben Titel aber mit zum Teil abweichenden Fragestellungen wurde bereits im Jahr 2023 durchgeführt. Sofern möglich, werden die Ergebnisse im Rahmen der Detailauswertung im Vergleich zu den Ergebnissen der Umfrage von 2023 dargestellt, um auch Entwicklungen im Zeitverlauf zu ermitteln.
- Mehr als ein Fünftel der Handwerksbetriebe investierte in den 12 Monaten vor der Befragung in Maßnahmen, die auf Energie- und Ressourcenschonung ausgerichtet sind oder die Nachhaltigkeit der Betriebe verbessern. Eigenmittel sind die dominierende Quelle, um diese Maßnahmen zu finanzieren. Wenn externe Finanzierungen genutzt werden, handelt es sich vorrangig um Bankenfinanzierung, öffentliche Förderprogramme oder Leasing. Der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle ist weitgehend irrelevant.
- Nachhaltigkeitsinformationen werden überwiegend nur dann systematisch aufbereitet, wenn Dritte diese anfordern. Hintergrund ist der hohe bürokratische Aufwand, den Betriebe für die Datenerfassung betreiben müssen. Alarmierend ist der Anteil der Betriebe, die den Aufwand für die Zusammenstellung der geforderten Nachhaltigkeitsinformationen als nicht leistbar einschätzten und deshalb bereits einen Auftrag verloren haben bzw. bei denen ein Kreditvertrag nicht zustande kam.
- Der Vergleich zwischen der Anzahl der Betriebe, die in ressourcenschonende und nachhaltige Maßnahmen investiert haben und denen, die Aufforderungen zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen erhalten haben zeigt, dass Handwerksbetriebe auch dann in Nachhaltigkeit investieren, wenn sie keine ESG-Daten erheben.