Zentralverband des
Deutschen Handwerks
07.05.2021

Russland: Universiade bietet Auftragschancen für Technologien

Die Region der Uralmetropole Jekaterinenburg möchte, dass sich bei den Planungen für das Sportereignis Universiade 2023 möglichst viele deutsche Unternehmen an den Projekten beteiligen.
Autobahn in Russland

In der Uralmetropole Jekaterinenburg laufen die Planungen für das Sportereignis Universiade 2023 auf Hochtouren. Die viertgrößte Stadt Russlands bekommt umgerechnet etwa 700 Mio. EUR aus dem Staatshaushalt für den Bau von Infrastruktur und Sportstätten. Einschließlich des Budgets des Swerdlowsker Gebiets, privater Investoren und sonstiger Quellen beläuft sich das Gesamtvolumen auf 1,2 Mrd. EUR.

Die Region möchte, dass sich möglichst viele deutsche Unternehmen an den Projekten beteiligen. Sie verweist auf die positiven Erfahrungen bei der Vorbereitung der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi und der Fußball-WM 2018.

Mit der Regierungsverordnung Nr. 930 hat die russische Regierung im Sommer die Vorbereitungsmaßnahmen für das Sportfest in insgesamt 57 Vorhaben aufgeteilt. Neben der Errichtung und Sanierung von Sportstätten gehört dazu auch der Bau von Wohnheimen für 11.000 Athleten und Betreuer. Geplant sind außerdem neue Kanalisationsleitungen und Kläranlagen, die Sanierung wichtiger Straßen im Stadtgebiet und die Gebäuderenovierung des örtlichen Infektionsschutzes.

Um bei staatlichen Großvorhaben wie der Universiade an Aufträge zu gelangen, ist eine lokale Produktion vorteilhaft. Einige deutsche Hersteller sind bereits als Lieferanten in die engere Auswahl gekommen. Die „Direktion für den Bau der Objekte zur Universiade 2023“ ist ein wichtiger Ansprechpartner für deutsche Unternehmen, die in Jekaterinenburg ins Geschäft kommen wollen. Ausschreibungen werden auf der offiziellen Webseite www.Ekat2023.com unter der Rubrik „zakupki“ veröffentlicht. Die Produktanforderungen sollen über die Auslandshandelskammer Russland in Moskau zur Verfügung gestellt werden. Bei der Kontaktvermittlung hilft auch das deutsche Generalkonsulat in Jekaterinenburg.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 34 vom 25. August 2020

Kontakt

Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland)
Tel.: 007- 495-234-49-50
E-Mail: ahk(at)russland-ahk.ru
www.russland.ahk.de

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