Zentralverband des
Deutschen Handwerks
09.10.2026

Metall- und Maschinenbau: Slowakei bietet Chancen für Zulieferer

Für deutsche Zulieferer entstehen Lieferchancen bei Anlagentechnik, Automatisierung und Lösungen zur Dekarbonisierung.

Die Aluminium- und Stahlindustrie der Slowakei ist seit dem Anstieg der Strompreise stark eingebrochen. Mit staatlicher Unterstützung und europäischen Fördermitteln soll sich die Lage nun verbessern. Die geplanten Modernisierungsprojekte werden in den kommenden Jahren den Bedarf an technologischen Lösungen deutlich erhöhen und dabei deutschen Zulieferern gute Marktchancen bieten.

Neustart der Aluminiumproduktion

Ein zentrales Projekt ist die Wiederbelebung der Aluminiumproduktion in Žiar nad Hronom, für die Investitionen von rund 100 Millionen Euro vorgesehen sind. Dort soll die Aluminiumhütte Slovalco wieder in Betrieb gehen. Regierung und Eigentümer haben Anfang Juli 2026 eine Umsetzungsvereinbarung unterzeichnet. Bereits im vierten Quartal 2026 könnten die ersten Elektrolyseeinheiten anlaufen. Geplant ist zunächst eine Jahreskapazität von 75.000 Tonnen Aluminium.

Gute Perspektiven für Zulieferer

Die slowakische Stahlindustrie modernisiert ihre Werke und investiert in klimafreundlichere Produktionsverfahren. Der Fokus liegt auf der Senkung von CO₂-Emissionen, einer höheren Energieeffizienz sowie der zunehmenden Elektrifizierung der Produktionsprozesse.

Daraus ergeben sich Lieferchancen für:

  • Industrieöfen
  • Anlagensteuerung
  • Mess- und Regeltechnik
  • Abgasreinigung und Entstaubung
  • Recyclingtechnik und Wartungsdienstleistungen. 

Besonders aussichtsreich sind Angebote, die den Kunden helfen, den Energieverbrauch, die CO₂-Kosten und Ausfallrisiken zu senken.

Kontakt
Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer (AHK Slowakei)

Quelle: gtai.de (16.07.2026)