Zentralverband des
Deutschen Handwerks
15.01.2026

EU-Mercosur-Abkommen: Weniger Kosten, mehr Stabilität!

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am 17. Januar nach Paraguay zur Unterzeichnung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens mit den wirtschaftlich wichtigsten Staaten Südamerikas. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Schwannecke:
Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission

"Nach rund 25 Jahren schwieriger Verhandlungen steht die EU kurz vor der Unterzeichnung des Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Block. Nun liegt es am Europäischen Parlament, den Weg dafür freizumachen. 

Aus Sicht des Handwerks sprechen gewichtige wirtschaftliche und geopolitische Gründe für eine schnelle Ratifizierung und Umsetzung:  ein erleichterter Zugang zum südamerikanischen Markt, sinkende Kosten für Handwerksbetriebe durch den Abbau von Zöllen, geopolitische Erwägungen und eine stärkere strategische Unabhängigkeit Europas. 

Für Handwerksbetriebe bietet eine engere Partnerschaft der deutschen Wirtschaft mit den Mitgliedern der Mercosur-Zollunion wie Brasilien, Argentinien, Paraguay und Chile erhebliche Chancen. Der zollfreie oder zollreduzierte Import wichtiger Vorprodukte wie Tropenholz, Leder, Metallteile und Maschinen könnte zu einem zunehmend günstigeren Einkauf führen und somit die Kosten spürbar senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. 

Eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Mercosur-Staaten trägt zudem zu einer Diversifizierung der Lieferketten bei und stärkt den multilateralen Handel, was auch für Handwerksbetriebe angesichts der aktuellen geopolitischen Konflikte positiv zu bewerten ist. Das EU-Mercosur-Abkommen wäre ein wichtiger Schritt zu mehr wirtschaftlicher Resilienz und Planungssicherheit."

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