Zentralverband des
Deutschen Handwerks

Handwerkliche Fachkompetenz stärken

Handwerk braucht verlässliche Rahmenbedingungen, starke Fachkräftebasis und vereinfachte Verfahren. Erwerbsmigration, Bildungswende und Bürokratieabbau sichern Innovation, Klimaschutz und fairen Wettbewerb im Handwerk.
Wärmepumpentechnickerin am Aussengerät

Handwerkerinnen und Handwerker sind eine tragende Säule von Versorgung, Innovation und Klimaschutz. Ohne ein starkes Handwerk sind eine gute Lebensqualität, die Energiewende und technischer Fortschritt nicht umsetzbar. Dafür braucht es verlässliche, mittelstandsgerechte Rahmenbedingungen, ausreichend Fachkräfte sowie effiziente Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Fachkräftebasis sicherstellen

Eine starke Fachkräftebasis ist Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Handwerks und die Umsetzung der Energiewende. Dafür müssen alle Potenziale genutzt werden – durch Erwerbsmigration, die Aktivierung inländischer Fachkräfte und die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung. Auch Kleinstbetriebe und Soloselbständige sind stärker zu berücksichtigen durch flexible Ausbildungswege, praxisnahe Qualifizierungsmodule und bessere Unterstützung außerhalb klassischer Vollzeitwege.

Erwerbsmigration verstärken

Gezielte Erwerbsmigration kann einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten. Voraussetzung sind transparente, praxisnahe und beschleunigte Verfahren, die eine schnelle Integration qualifizierter Fachkräfte in den Arbeitsmarkt ermöglichen. 

Nutzung aller inländischen Fachkräftepotenziale

Neben der Zuwanderung müssen auch inländische Fachkräftepotenziale besser erschlossen werden – insbesondere für die Klimahandwerke, die eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele übernehmen. Qualifizierung, Weiterbildung und die stärkere Einbindung bislang unterrepräsentierter Gruppen tragen dazu bei, diese Bereiche durch eine gefestigte Fachkräftebasis langfristig handlungsfähig zu halten.

Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung

Berufliche Bildung muss gesellschaftlich und politisch gleichwertig zur akademischen Ausbildung anerkannt werden. Das stärkt die Attraktivität handwerklicher Berufe, sichert Nachwuchs und trägt zur langfristigen Fachkräftesicherung bei.

Schnellere Planungen und klare Entlastungen

Effiziente Planungs- und Genehmigungsverfahren sind entscheidend, damit Betriebe investieren, wachsen und Innovationen erfolgreich umsetzen können. Lange Verfahren und hohe bürokratischen Anforderungen binden Ressourcen, verzögern Projekte und bremsen die Transformation in Energie- und Klimaschutz entscheidend aus. 

Genehmigungen und Planungsabläufe konsequent beschleunigen

Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht, digitalisiert und deutlich zeitlich verkürzt werden. Feste Fristen, klare Zuständigkeiten und standardisierte Abläufe ermöglichen es Betrieben, Aufträge und Projekte zügig zu realisieren. So können energieeffiziente und klimaschonende Projekte schneller in die Praxis umgesetzt und die Energiewende beschleunigt werden. 

Bürokratieentlastung für Betriebe

Überflüssige Dokumentations- und Nachweispflichten binden Ressourcen, die Fachkräfte für ihre eigentliche Arbeit brauchen. Ein konsequenter Abbau von Bürokratie schafft Freiräume für das Kerngeschäft, ermöglicht schnellere Entscheidungen und erleichtert Betrieben die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, Klimaschutzprojekten und technischen Innovationen. 

Standardisierte und unkomplizierte Verfahren einsetzen

Einheitliche und transparente Verfahren erhöhen die Planungssicherheit und reduzieren Unsicherheiten. Standardisierte Abläufe entlasten Betriebe deutlich, da sie den administrativen Aufwand verringern und somit sicherstellen, dass technische Maßnahmen und energieeffiziente Modernisierungen zeitnah realisiert werden können. 

Fairen Wettbewerb schaffen

Ein fairer und funktionierender Wettbewerb ist die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und Innovationskraft im Handwerk. Dafür braucht es chancengleiche Marktbedingungen, transparente Regeln und einen wirksamen Schutz vor Wettbewerbsverzerrungen. Nur so können Betriebe ihre Leistungen im freien Wettbewerb anbieten. 

Chancengleiche Marktbedingungen entfalten

Alle Marktteilnehmer müssen unter vergleichbaren Bedingungen agieren können, damit Handwerksbetriebe ihre Rolle bei der Energiewende wahrnehmen können. Einheitliche Vorgaben und Regeln sowie deren konsequente Durchsetzung sorgen für Transparenz, sichern fairen Wettbewerb und schaffen verlässliche Rahmenbedingungen für alle.

Wettbewerbsverzerrungen verhindern

Unterschiedliche Anforderungen und Ausnahmen führen zu Wettbewerbsverzerrungen. Die Bevorzugung einzelner Branchen oder Betriebe durch einzelne politische Akteure, Förder- oder Gesetzgeber muss daher unterlassen werden, da sonst die marktwirtschaftliche Preisbildung und der faire Wettbewerb beeinträchtigt werden. Ausnahmen sind auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.

Transparente Rahmenbedingungen

Klare und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen Planungssicherheit für Betriebe. Transparenz stärkt somit langfristig Vertrauen, Investitionsbereitschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks.

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