Zentralverband des
Deutschen Handwerks
01.07.2021

Messeabsagen kosten deutsche Wirtschaft 40 Milliarden Euro

Trotz massiver Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft haben viele Bundesländer konkrete Perspektiven für einen Messe-Neustart formuliert.

Der Dauer-Lockdown für die Messewirtschaft hat massive Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft: Nach Aussagen des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA haben Absagen von Messen aufgrund von Corona-Maßnahmen bisher zu einem gesamtwirtschaftlichen Verlust von 40 Mrd. EUR geführt.

Die Mehrzahl der Bundesländer hat jedoch inzwischen konkrete Perspektiven für einen Messe-Neustart formuliert, die abhängig sind von der Unterschreitung bestimmter Inzidenzwerte. Mehrere Messeveranstalter haben für Juli geplante Messetermine bestätigt - vorrangig Publikumsmessen aber auch einige regionale Fachbesuchermessen. Der AUMA sieht darin wichtige erste Schritte auf dem Weg aus dem Messe-Lockdown, denn die Messeveranstalter hatten auch im zweiten Quartal dieses Jahres einen kompletten Veranstaltungsausfall. Abgesehen von September und Oktober 2020, durften seit März 2020 in Deutschland keine Messen stattfinden.

Digitale Events sind für die meisten Aussteller keine dauerhafte Alternative. Sie haben aktuell aber eine wichtige Ersatzfunktion, jedoch einen deutlich geringeren Nutzen als reale Messen. Das hat eine Umfrage unter 427 ausstellenden Unternehmen der Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie Optik, Photonik und Medizintechnik im 4. Quartal 2020 ergeben. Demnach wollen 48 % der Befragten auch künftig auf reale Messen setzen, aber weiterhin digitale Ergänzungen nutzen.

Einen aktuellen Überblick des Messeangebotes im In- und Ausland bietet der AUMA.

Quelle: www.auma.de, Pressemitteilungen vom 4. Juni, 17. Mai und 14. Januar 2021

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