EU-Kommission legt Visa-Strategie vor
Damit will sie Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit in Europa mit dem Einsatz digitaler Instrumente zu stärken.
EU-weit bzw. im Schengenraum harmonisiert sind die Vorgaben zu Kurzzeit-Visa, die 90 Tage Aufenthalt in einem Zeitraum von 180 Tagen ermöglichen. Aufenthalte, die über 90 Tage hinausgehen, werden von den Mitgliedstaaten geregelt, wobei die EU in bestimmten Fällen, wie bei Studierenden und hochqualifizierten Fachkräften, die Zugangsbedingungen harmonisiert.
Im Rahmen der Visa-Strategie sollen mögliche Visa-Ausnahmen für Einreisende aus Partnerländern eingeführt werden. Die in Frage kommenden Staaten sollen auf Grundlage eines neuen Bewertungsrahmens ermittelt werden. Gleichzeitig werden die bestehenden Abkommen mit Drittstaaten für visafreies Reisen in die EU überprüft.
Auch in ihrer zeitgleich vorgelegten Strategie zum Migrationsmanagement formuliert die Kommission das Ziel, Europa angesichts des sich verschärfenden Arbeitskräfte- und Fachkräftebedarf zum attraktivsten Standort für Talente machen zu wollen.