Zentralverband des
Deutschen Handwerks
06.02.2026

Flexiblere Arbeitszeiten statt Debatte um Teilzeitrechtsanspruch

Um Beschäftigten und Betrieben eine bessere Arbeitszeitgestaltung zu ermöglichen, sollte von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt werden, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke zu Michelle Vicente von BILD der Frau.
junge  Goldschmiedin am Arbeitsplatz

“Teilzeit ist für viele Handwerksbetriebe und Beschäftigte ein wichtiges Instrument, um Arbeit flexibel zu gestalten, doch oft ist sie keine freiwillige Entscheidung, da Kinderbetreuungs- oder Pflegeaufgaben und gesundheitliche Einschränkungen eine Vollzeittätigkeit verhindern. Wer in Teilzeit arbeitet, verdient nicht nur weniger, sondern hat später auch eine geringere Altersabsicherung, was hohe soziale Folgekosten für die Gesellschaft nach sich zieht, weshalb bessere Kinderbetreuungs- und Pflegeangebote dringend nötig sind, damit Beschäftigte ihre Arbeitszeit ausweiten können. Zielführend zum jetzigen Zeitpunkt wäre es, wenn die Bundesregierung ihre Zusage einlöst und das Arbeitszeitgesetz nach der EU-Arbeitszeitrichtlinie modernisiert, indem die tägliche Höchstarbeitszeit auf eine wöchentliche umgestellt wird, um Beschäftigten mehr Flexibilität und Betrieben effizientere Abläufe zu ermöglichen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um mehr Arbeit, sondern um eine flexiblere Verteilung der Arbeitszeit bei Erhalt von Arbeitsschutz, Sicherheit und Gesundheit.”

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