Zentralverband des
Deutschen Handwerks
07.05.2026

Taskforce Gebäudetechnik auf den Berliner Energietagen

Am 5. Mai kamen Vertreter der Taskforce Gebäudetechnik und der Berliner Politik im Rahmen der Berliner Energietage zur Veranstaltung "Best Practices der energetischen Sanierung – Was die Politik vom Handwerk lernen kann" zusammen.
Taskforce Gebäudetechnik mit Lars Rohwer, MdB (CDU) auf den Berliner Energietagen

v.l. Torsten March (Geschäftsführer BIV Kälte), Charlotte Zuleger (politische Referentin Taskforce Gebäudetechnik), Stefanie Lehmann (stellv. Vorstandsvorsitzende Energie ZIV), Lars Rohwer (MdB CDU), Alexander Neuhäuser (Hauptgeschäftsführer ZVEH), Lars Klitzke (Hochschule Zittau/Görlitz)

Im Fokus der Veranstaltung stand die zentrale Rolle des Handwerks bei der Umrüstung des Gebäudesektors hin zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund diskutierten Stefanie Lehmann, Bezirksschornsteinfegerin, Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), und Torsten March, Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks, gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer (CDU), wie eine erfolgreiche Transformation gelingen kann. Deutlich wurde insbesondere, wie wichtig die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Gewerken ist, darunter unter anderem die Elektrohandwerke, das Schornsteinfegerhandwerk, der Kälteanlagenbau, das Dachdeckerhandwerk, der Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie das Metallbauerhandwerk. Trotz unterschiedlicher Tätigkeitsfelder leisten sie alle einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende: So sind Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger stark in der Gebäudeenergieberatung vertreten und mit rund 200.000 täglichen Kundenkontakten besonders nah an den Menschen. Das Kälteanlagenbauerhandwerk verantwortet mit dem Kältekreislauf einen zentralen thermodynamischen Prozess, der unter anderem bei Wärmepumpen und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Die Elektrohandwerke wiederum treiben die Digitalisierung im Gebäudesektor voran und schaffen Datenschnittstellen, die für die gewerkeübergreifende Kooperation essenziell sind.

Ein gemeinsames Verständnis verbindet alle beteiligten Gewerke: Im Zuge der Wärmewende verändern sich die Berufsbilder grundlegend, und Gebäude müssen heute als vernetzte Energiesysteme gedacht werden. Nur durch dieses Zusammenspiel kann die Transformation des Gebäudesektors erfolgreich umgesetzt werden. Voraussetzung dafür sind eine stärkere Vernetzung sowie eine intensivere Zusammenarbeit der klimatechnischen Gewerke. Ebenso besteht Einigkeit darüber, dass Daten künftig besser nutzbar gemacht werden müssen, um Kooperationen effizienter zu gestalten.

Das Handwerk bringt hierfür hervorragende Voraussetzungen mit, insbesondere durch das große Vertrauen der Kundinnen und Kunden sowie die starke lokale Wertschöpfung. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen erforderlich, die Investitionen fördern und gleichzeitig Unsicherheiten in der Bevölkerung abbauen. Lars Rohwer betonte die Bedeutung praxisnaher ordnungspolitischer Rahmenbedingungen und lobte ausdrücklich die zunehmende Zusammenarbeit der Gewerke. Als zentrales Ergebnis nahm er den Wunsch des Handwerks nach Stabilität und Kontinuität in der politischen Ausgestaltung mit. Ziel sei es, durch geeignete gesetzliche Maßnahmen, etwa im Rahmen eines Gebäudemodernisierungsgesetzes, mehr Planungssicherheit für Betriebe sowie für Endkundinnen und Endkunden zu schaffen.

Über die Taskforce Gebäudetechnik

Die Taskforce Gebäudetechnik vereint sechs zentrale Verbände des gebäudetechnischen Klimahandwerks:

  • Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)
  • Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
  • Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV)
  • Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
  • Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV)
  • Bundesverband Metall (BVM)

Gemeinsam repräsentieren sie 154.000 Betriebe mit 1.460.000 Beschäftigten und 121.000 Auszubildenden, die zuletzt einen Umsatz von 225 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die vertretenen Gewerke sind zentrale Treiber der Energie- und Wärmewende und wichtige Ansprechpartner für Verbraucherinnen und Verbraucher.

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