ZDH verleiht zum zweiten Mal den Preis für Handwerksgeschichte
1953, Lüneburger Berufsschüler als Gäste beim Praktischen Leistungswettbewerb.
HWK BLS
“Das Handwerk ist nicht nur wirtschaftliche Kraft, sondern Teil der deutschen Sozial-, Technik- und Kulturgeschichte. Mit dem Preis für Handwerksgeschichte wollen wir zeigen, wie lebendig die historische Auseinandersetzung in Betrieben und Organisationen ist und zugleich die Forschung zum Handwerk weiter anregen”, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke bei der Verleihung.
Mit der Auszeichnung würdigt der ZDH Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen, die mit besonderem Engagement das Bewusstsein für die Geschichte, die kulturelle Bedeutung und den gesellschaftlichen Beitrag des Handwerks in Deutschland stärken.
“Hinter jedem Betrieb steckt ein Stück deutscher Kulturgeschichte, die es wert ist, erforscht und erzählt zu werden. Genau das machen wir mit dem Preis für Handwerksgeschichte deutlich”, betonte Schwannecke.
In diesem Jahr haben den Preis folgende vier Geschichtsprojekte erhalten:
- Meister der Einbandkunst e.V. (Aachen) für die Ausstellung “Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst” zur Geschichte der Buchbindekunst.
- Dachverband der Restauratoren im Handwerk e.V. (Stuttgart/Berlin) für die Fachzeitschrift Restaurator im Handwerk zum praktischen Quellenerhalt in der Denkmalpflege.
- Theod. Mahr Söhne GmbH (Aachen) für ihr historisches Unternehmensarchiv mit 185 Jahren Heiztechnikgeschichte, insbesondere in Kirchenbauten.
- Essig Flaschnerei+Sanitär GmbH (Calw) mit einer besonderen Erwähnung für die beispielhafte Edition des Betriebstagebuchs des Firmengründers Heinrich Essig.
An der Preisverleihung in Berlin nahmen rund 100 Gäste aus Handwerk, Wissenschaft, Kultur und Politik teil, darunter führende Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkspolitik, der Politik und Ministerien sowie Gäste aus der Fachwissenschaft, Museen und Archiven.
Der Preis für Handwerksgeschichte wurde vom ZDH gemeinsam mit dem Interdisziplinären Arbeitskreis für Handwerksgeschichte (InAH) entwickelt und wird alle zwei Jahre verliehen, abwechselnd als Handwerks- oder Wissenschaftspreis. Er soll sowohl die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Handwerksgeschichte als auch die öffentliche Wahrnehmung des Handwerks stärken. Ab dem Jahr 2028 soll der Preis erstmals auch als dotierter Wissenschaftspreis vergeben werden.