Zentralverband des
Deutschen Handwerks
10.03.2026

Ein gerechter Sozialstaat muss alle in den Blick nehmen

Anlässlich der Pressekonferenz der Initiative "20 Millionen Stimmen für einen gerechten Sozialstaat" am 10. März in Berlin erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
Nahaufnahme eines älteren Gold- und Silberschmieds, der einen Ring bearbeitet.

Das Handwerk will einen fairen, gerechten und zukunftsfesten Sozialstaat. Ein solcher fairer, gerechter und zukunftsfester Sozialstaat entsteht jedoch nicht durch ein Festhalten am Status quo, sondern er erfordert Mut zu Reformen, Ehrlichkeit im Dialog und die Bereitschaft zu tatsächlichen Veränderungen. Angesichts des demografischen Wandels, steigender Kosten und wachsender Belastungen für Betriebe und Beschäftigte würde ein ”Weiter-so" die Systeme überfordern und die Solidarität, auf der unser Sozialstaat beruht, gefährden.

Das Handwerk setzt sich für einen starken Dreiklang ein: den Sozialstaat zukunftssicher gestalten, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und so unsere Demokratie stabilisieren. Solidarisches Handeln bedeutet gemeinsame Verantwortung füreinander: für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Gerade das Handwerk lebt dieses partnerschaftliche Miteinander: In unseren Organisationen sind beide Seiten vertreten, und wir erleben täglich, dass tragfähige Lösungen dort entstehen, wo Verantwortung gemeinsam übernommen wird.

Solidarität und Gerechtigkeit heißt, alle Perspektiven im Blick zu behalten: diejenigen, die auf Leistungen angewiesen sind, ebenso wie diejenigen, die sie finanzieren, und nicht zuletzt die junge Generation, die darauf vertrauen muss, dass unsere sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft funktionieren. Das Handwerk übernimmt diese Verantwortung und erwartet, dass alle gesellschaftlichen Akteure diesen gemeinsamen Weg mitgehen."

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