Zentralverband des
Deutschen Handwerks
08.01.2026

Unternehmenssteuer-Entlastung muss für gesamte Wirtschaft kommen

Eine Unternehmenssteuerentlastung muss alle Unternehmensformen einbeziehen. Nur die Körperschaftssteuer zu senken, lässt weite Teile der Wirtschaft außen vor, im Handwerk rund 75 % der Betriebe, so ZDH-Präsident Jörg Dittrich zu Jan-Wolf Schäfer von BILD.
Zwei Männer in roten Arbeitsanzügen schauen sich in einer Lagerhalle einen Bildschirm näher an.

Das Statement ist zuerst bei der "BILD" erschienen.

"Es ist richtig und dringend notwendig, die Unternehmenssteuerbelastung im Höchststeuerland Deutschland zu senken, doch eine solche Entlastung darf sich nicht allein an Kapitalgesellschaften orientieren, sondern muss die vielen mittelständischen Betriebe erreichen, die investieren, ausbilden und Arbeitsplätze sichern. Wer von niedrigeren Unternehmenssteuern spricht, darf deshalb die Einkommensteuer nicht ausklammern. Rund 75 Prozent der Handwerksbetriebe sind Personenunternehmen, für die die Einkommensteuer die eigentliche Unternehmenssteuer ist. Eine Senkung der Körperschaftsteuer ab 2026 würde daher zu kurz greifen und große Teile des Mittelstandes außen vor lassen, wenn sie nicht von einer Einkommensteuertarifreform begleitet wird, wie sie im Koalitionsvertrag zugesagt ist. Auch Steuerpolitik muss mittelstandsorientiert sein, alle Unternehmensformen einbeziehen und die besonderen Strukturen des Mittelstands mitdenken. Wenn Entlastung ernst gemeint ist, brauchen auch Mittelstand und Handwerk schon in diesem Jahr ein kraftvolles Entlastungssignal."

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