Zentralverband des
Deutschen Handwerks
12.03.2026

Nur eine Tankstellen-Preisanpassung täglich macht es planbarer

Tankstellen nur noch eine tägliche Preisanpassung zu erlauben, könne Preissprünge dämpfen und Betrieben mehr Planbarkeit geben, auch wenn die Preiseffekte begrenzt bleiben, so ZDH-Präsident Jörg Dittrich zu Birgit Marschall von der Rheinischen Post.
Jörg Dittrich

"Gut, dass Wirtschaftsministerin Reiche den täglich mehrmaligen Preiserhöhungen an den Tankstellen einen Riegel vorschieben will. Ein solcher überschaubarer Eingriff wird keinen Mineralölkonzern überfordern, Preisanpassungen bleiben weiter möglich, doch eben in klareren Bahnen und etwas weniger volatil, was die Entwicklung auch für Handwerksbetriebe etwas besser planbar macht. Zugleich sollte man keine überzogenen Erwartungen an die Preiseffekte dieser Entscheidung haben. Auf den Spritpreisen lasten zahlreiche Steuern und Abgaben, zudem wird Rohöl in US-Dollar fakturiert, sodass auch Wechselkursentwicklungen eine Rolle spielen. All das erschwert die Wirkung einzelner Markteingriffe. Dennoch setzt Ministerin Reiche in einem derzeit sehr unruhigen und volatilen Markt ein wichtiges Signal, was die Dynamik häufiger Preissprünge hoffentlich etwas dämpfen und mehr Ruhe ins Marktgeschehen bringen kann. Flankierend musste die kartellrechtliche Prüfung des Tankstellenmarktes fortgesetzt werden."

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