28.02.2020

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zum Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

ZDH/Boris Trenkel

Anlässlich des Inkrafttretens des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zum 1. März 2020 erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
 

„Mit dem Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zum 1. März 2020 wird ein neues Kapitel in der Zuwanderungspolitik Deutschlands aufgeschlagen. Das deutsche Handwerk wie die Wirtschaft insgesamt brauchen mehr denn je beruflich qualifizierte Fachkräfte – auch aus Drittstaaten. Deshalb ist es gut, dass deren Beschäftigung in Deutschland mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz nun deutlich erleichtert wird.
 
Das beste Gesetz nützt aber nichts ohne eine gute Umsetzung. Es sind nun alle Akteure, die an der Zuwanderung beteiligt sind, aufgefordert, ihre Verwaltungsverfahren zu straffen, zu beschleunigen und zuwanderungsfreundlich zu gestalten. Das erwarten die Unternehmen, das erwarten aber ebenso die an einer Zuwanderung interessierten ausländischen Fachkräfte.
 
Damit die Zuwanderung gerade in die kleinen Unternehmen des Handwerks gelingt, ist es entscheidend, solche ausländischen Fachkräfte zu gewinnen, die sprachlich und beruflich rasch integrierbar sind. Hier setzt das Handwerk große Hoffnungen in das neue Instrument der Vermittlungsabsprachen, die eine zielgenaue Rekrutierung geeigneter ausländischer Fachkräfte in Kooperation mit ausländischen Arbeitsverwaltungen ermöglichen.

Welche Chancen sich aus dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz für das Handwerk ergeben, wird ein Pilotprojekt zur Gewinnung bosnischer Fachkräfte zeigen, das der ZDH zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit im Februar diesen Jahres gestartet hat. Der ZDH begrüßt die gute und vertrauensvolle Kooperation bei diesem Projekt mit der bosnischen Arbeitsverwaltung. Wir sind überzeugt, dass die Ergebnisse des Projekts für beide Seiten viele Vorteile und weitere Perspektiven für eine Zusammenarbeit beispielsweise im Bereich der beruflichen Bildung mit sich bringen werden.“

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