27.03.2020

Umsetzung muss schnell und ohne viel Formularkram bei Beantragung und Auszahlung erfolgen

Foto: ZDH/Boris Trenkel

„Mit der Zustimmung auch des Bundesrates zum Corona-Hilfspaket hat die Politik das zunächst Erforderliche getan, die dringend notwendigen Hilfen und Maßnahmen zur Krisenüberbrückung in einem Rekordtempo auf den Weg zu bringen. Ob diese Hilfen nun auch ihre volle Wirkung entfalten und unverschuldet in Existenznot geratene Betriebe und Unternehmen am Leben erhalten können, hängt ganz entscheidend davon ab, wie schnell sie bei den Betrieben ankommen. Die Marschrichtung bei Verwaltungen, Institutionen und auch Banken kann nur lauten: schnell, schnell, schnell und ohne viel Formularkram bei Beantragung und Auszahlung.

Eine außergewöhnliche Situation erfordert, auch bei der Umsetzung nicht strikt nach altbekannten Mustern zu verwalten und Antragsverfahren nicht in herkömmlicher Weise ablaufen zu lassen. Hier sind alle gefordert, ein der extremen Lage angepasstes Vorgehen an den Tag zu legen. Denn kommt die politisch in Gang gesetzte Hilfsmaschinerie jetzt wegen Verzögerungen bei der Umsetzung zum Stocken und können deshalb Liquiditätshilfen nicht schnell genug ausgezahlt werden, werden viele Betriebe ihre Werkstätten und Läden für immer schließen müssen. Das kann niemand wollen, weil es auch das Wirtschaften nach der Krise in Gefahr bringt. Denn mit jedem Betrieb, der in diesen Krisentagen sein Geschäft aufgeben muss, geht ein wichtiger Akteur verloren, der fehlen wird, wenn nach der Krise die Produktion wieder hochgefahren wird und es gilt, die Grundversorgung mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen zu sichern.“

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