26.06.2019

Handwerk zukunftsfest machen und Meisterbrieferfordernis ausweiten

Foto: Handwerkskammer Ostmecklenburg/Vorpommern

Zur heutigen Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie zum Thema „Meisterpflicht“ erklärt der Generalsekretär des Zentralverbands des deutschen Handwerks, Holger Schwannecke:
 
„Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die Fachkräftesicherung sind gesamtgesellschaftliche Herausforderungen und nur mit einem starken und modernen Handwerk erfolgreich zu bewältigen. Die heutige Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag zum Thema „Meisterpflicht“ hat gezeigt, dass die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zulassungsfreien Handwerken dazu ein wichtiger und notwendiger Baustein ist. Denn Qualifikation und Qualität von Produkten und Dienstleistungen sind untrennbar miteinander verbunden. Als präventives Instrument dient das Meisterbrieferfordernis dem Verbraucherschutz und fördert nachhaltig und perspektivisch Unternehmertum. Bundestag und Bundesrat müssen jetzt zügig einen Gesetzesentwurf vorlegen. Ziel ist eine Neuregelung zum 1. Januar 2020. Die Maßnahme ist einzubetten in eine Gesamtstrategie zur Stärkung des Handwerks – von beruflicher Bildung über Bürokratieabbau bis zur Entlastung von Handwerksbetrieben. Für die Gesamtleistung des Handwerks benötigen wir auch im gesellschaftlichen Diskurs mehr Wertschätzung und Anerkennung.“