14.09.2020

Handwerk versteht sich als natürlicher Partner für Klimaschutz- und Energieeffizienz

Portraitfoto von Holger Schwannecke im Gespräch in seinem Büro im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin
Foto: ZDH/Boris Trenkel

Zu der am 14. September 2020 im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) unterzeichneten Vereinbarung zur Fortsetzung und Weiterentwicklung der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Nachhaltigkeit gehört zur DNA des Handwerks und es ist nur folgerichtig und dem Handwerk ein echtes Anliegen, auch in der nunmehr auf den Weg gebrachten zweiten Phase Teil der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke zu sein. Handwerksbetriebe erbringen Leistungen zu einer verbesserten Energieeffizienz und setzen solche Maßnahmen nicht nur bei Kunden, sondern auch selbst in ihren Betrieben um.

Es sind Handwerksbetriebe der Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Gewerke, die Energieeffizienzmaßnahmen planen und umsetzen – sei es das energieeffiziente Dach, die energieeffiziente Heizung, Klimaanlage, Lüftung oder die klimafreundliche PV-Anlage mit Batteriespeicher und Wallbox für das E-Auto in der Garage. Zugleich sind Bäckereien, Fleischereien, Tischlereien, metallverarbeitende Betriebe oder auch Friseure und Textilreiniger Betriebe, die viel Energie brauchen und in denen es lohnt, die eigene Energieeffizienz zu verbessern. Das Handwerk ist somit sowohl als Anbieter als auch als Nachfrager von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen betroffen.

Angesicht der aktuellen Herausforderungen für unsere Betriebe wie der Bewältigung der Corona-Auswirkungen, Bürokratie, Digitalisierung, Unternehmensnachfolge und der Fachkräftesicherung bedarf es einer passenden und lösungsorientierten Ansprache, um auch kleine Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern dazu zu bringen, Schritte hin zu einer verbesserten innerbetrieblichen Energieeffizienz und zu mehr Klimaschutz zu gehen.

Genau hier setzen unsere von der Bundesregierung unterstützten Beratungs- und Informationsangebote im Handwerk an wie auch bereits im Handwerk etablierte Initiativen wie die „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“. Bereits über 37 Handwerkskammern, 7 Verbände und 6 weitere Akteure nutzen die Instrumente der Mittelstandsinitiative und die darin enthaltenen Netzwerkinstrumente. Künftig ist es wichtig, die etablierten Strukturen und Instrumente weiter auszubauen und intensiver miteinander zu verknüpfen.

Ausdrücklich unterstützt das Handwerk, dass in der nun anstehenden zweiten Phase das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt werden soll. Hier wird sich das Handwerk aktiv einbringen und daran sowohl die eigenen Aktivitäten in der Netzwerkinitiative wie auch in der Mittelstandsinitiative ausrichten, um so noch mehr Betriebe für die Netzwerkarbeit begeistern zu können.“

Nachhaltigkeit

Das deutsche Handwerk lebt Nachhaltigkeit jeden Tag – aus tiefer Überzeugung und in vielen Dimensionen.

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