06.12.2019

Handwerk begrüßt KMK-Vorhaben für einen sprachsensiblen Berufsschulunterricht

Portraitfoto von ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.
Foto: ZDH/Boris Trenkel

Anlässlich der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) vom 06.12.2019 für einen sprachsensiblen Unterricht an beruflichen Schulen erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Der ZDH begrüßt das Vorhaben der Kultusministerkonferenz (KMK), den Berufsschulunterricht sprachsensibel zu gestalten. Vor dem Hintergrund der jüngsten PISA-Ergebnisse und der weiter bestehenden Aufgabe, junge Geflüchtete zu integrieren, scheint dies dringend geboten. Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass die Lernorte Betrieb und Berufsschule dauerhaft „Reparaturaufgaben“ übernehmen, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Der Erwerb hinreichender alltagssprachlicher Kompetenzen muss vor der Ausbildung sichergestellt werden.

Eine gezielte Sensibilisierung von Lehrkräften und Ausbildenden für das Thema sprachsensible Unterrichtsgestaltung kann aktuell dabei helfen, Zugewanderte in die Berufliche Bildung und das deutsche Handwerk zu integrieren. Die Handwerksorganisation unterstützt die betrieblichen Lernorte hier bereits auf vielfältige Weise – z.B. mit der kostenlosen App „Mein Vokabular“ und Nachhilfe im Betrieb. Auch bei der sprachsensiblen Gestaltung von Abschlussprüfungen in der Ausbildung unterstützt die Handwerksorganisation die Prüfungsausschüsse mit Schulungen und Handreichungen.“

Logo der Aktion Modernes Handwerk
Logo und Schriftzug des Informations- und Beratungsnetzwerk im Handwerk BISNET.
Logo und Schriftzug des europäischen Dachverbands SMEunited. SMEunited repräsentiert die Fachverbände des Handwerks und KMU.