30.03.2020

ZDH-Präsident Wollseifer zur Soforthilfen-Lücke des Bundes

Foto: ZDH/Boris Trenkel

In dieser Extremlage brauchen neben den kleinen Handwerksbetrieben auch solche mit mehr als 10 Mitarbeitern Soforthilfen, fordert ZDH-Präsident Wollseifer gegenüber der dpa.

„In dieser Extremlage brauchen neben den kleinen Betrieben auch solche mit mehr als 10 Mitarbeitern Soforthilfen. Der Bund sieht derzeit jedoch keinerlei direkte Zuschüsse an Betriebe vor, deren Mitarbeiterzahl größer als 10 ist. Damit fallen weite Teile des Mittelstandes durch das Raster von direkten Zuschüssen. Doch auch diese Betriebe müssen weiter Löhne und Mieten zahlen und brauchen über Soforthilfen die dafür nötige Liquidität. Denn gerade auch diese Betriebe werden nach Corona-Krise dringend gebraucht, wenn es darum gehen wird, die Produktion rasch wieder hochzufahren.

Deshalb muss die aktuell vorgesehene Beschränkung der Zuschüsse des Bundes auf Betriebe mit maximal 10 Beschäftigen dringend noch einmal angepasst werden. Das gesamte mittelständische Handwerk muss auch die Möglichkeit haben, diese Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. Das zeigen auch die zwischenzeitlich aufgelegten Programme einiger Bundesländer, die mittelständische Betriebe als zuschussfähig erachten. Es kann doch nicht sein, dass es letztlich davon abhängt, in welchem Bundesland der Betriebsstandort liegt, ob ein Handwerksunternehmen mit beispielsweise 20 Beschäftigten einen Zuschuss erhält oder nicht. Solche Unterstützungsmaßnahmen müssen auch für Unternehmen mit mindestens bis zu 50 Beschäftigten, was der EU-Definition kleiner Unternehmen entspricht, möglich sein. Ansonsten werden diese Betriebe und ihre Beschäftigten in akute Notlagen geraten!“

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