16.12.2019

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zur Ausbildungsstudie des WZB

ZDH
Foto: ZDH/Schüring

Das Handwerk fordert Ausbildungsbetriebe bei den Sozialabgaben für Auszubildende zu entlasten. So äußerte sich ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber Barbara Gillmann vom Handelsblatt.

“Für die betriebliche Ausbildung in Deutschland sorgen maßgeblich Klein- und Kleinstbetriebe und nicht börsennotierte Unternehmen. 83 Prozent der Ausbildungsbetriebe in Deutschland zählen zu der Betriebsgröße der Klein- und Kleinstbetriebe. Sie übernehmen damit nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern schultern auch erhebliche Kosten von im Durchschnitt 16.500 Euro für die Ausbildung eines Lehrlings. Regional verankerte kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks planen langfristig und sichern zudem die Versorgungsstrukturen vor allem auch in ländlichen und strukturschwachen Räumen. Sie tragen nicht zuletzt durch ihr Ausbildungsengagement zu sozialer und wirtschaftlicher Stabilität bei. Die Politik muss daher gerade diese kleinen und mittleren Betriebe von Bürokratie und Kosten bei der Ausbildung entlasten. Konkret fordern wir, Ausbildungsbetriebe bei den Sozialabgaben für Auszubildende zu entlasten. Für Azubis muss bei der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung dasselbe wie für Studenten gelten. Studenten sind bis zum 25. Lebensjahr zumeist auf dem Ticket ihrer Eltern kranken- und pflegeversichert. Warum steht das Auszubildenden eigentlich nicht zu?“