23.04.2020

Wollseifer für Masterplan zum Wiederhochfahren der Wirtschaft

ZDH
Foto: ZDH/Schüring

Im Verbändegespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer die Faktoren benannt, die gegeben sein müssen, damit der Neustart in der Wirtschaft gelingt:

"Für ein erfolgreiches Wiederhochfahren brauchen wir einen breit angelegten Masterplan, der Orientierung schafft und Betrieben und Menschen Perspektiven und Handlungsoptionen bietet. Dabei ist ein schrittweises Vorgehen ebenso wichtig wie bundesweite einheitliche und transparente Regelungen bei den Verfahren für den Wiedereinstieg. Es darf zudem keine Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Unternehmensgrößen, Regionen oder Branchen geben. Das betrifft etwa die Vorgaben zu Mund- und Gesichtsschutz, der im Übrigen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen muss. Klarheit brauchen wir auch bei der Arbeitsfähigkeit von Behörden und Ämtern. Bleiben Zulassungsstellen und Baubehörden geschlossen, werden wichtige Wertschöpfungsketten zerschnitten. Solche Systembugs können wir uns beim Wiederhochfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens nicht leisten.

Wir müssen auch unverzichtbare Dienstleistungen und Infrastrukturen sicherstellen. Das beginnt bei der Kinderbetreuung, geht über Genehmigungsverfahren bis hin zu einer leistungsfähigen Bildungsinfrastruktur. Die absehbar weiter notwendigen Unterstützungsinstrumente müssen mit einem Belastungsmoratorium und Konjunkturimpulsen verzahnt werden. Ohne Nachfrageimpulse und Investitionsanreize wird ein Aufschwung nicht gelingen."

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