04.08.2020

„Fristverlängerung bei Kassenumstellung richtig in aktueller Phase der Krisenbewältigung“

Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin vor grauem Hintergrund
Foto: ZDH/Boris Trenkel

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer äußert sich gegenüber Andreas Hoenig von der Deutschen Presse-Agentur zur Fristverlängerung bei der Kassenumstellung durch die meisten Bundesländer:

„Wir sind sehr dankbar, dass mittlerweile 15 Bundesländer die Frist zur Umstellung der Registrierkassen von Ende September auf längstens Ende März verlängert haben. Viele Betriebe kämpfen gerade um ihre Existenz und brauchen alle Mittel, um sich über Wasser zu halten. Die Umstellung kostet viel Geld und Zeit, und das mitten in der Pandemie-Zeit. Es handelt sich um Hunderttausende Kassen in Deutschland, bei denen umgerüstet werden muss. Ein Bäcker, der 50 Filialen hat, muss mindestens 50 Kassen umstellen, das kostet pro Kasse durchaus schon mal 1500 Euro inkl. Software-Update, Schulung  der Mitarbeiter und Vor-Ort-Service des Technikers.

Wir wollen alle, dass manipulationssicher abgerechnet wird, und dafür braucht man bei den elektronischen Kassen zertifizierte Sicherungssysteme. Diese hat es aber lange Zeit gar nicht gegeben, erst seit ein paar Monaten ist die Technik auf dem Markt. Momentan kommen die Unternehmen nicht hinterher, denn die müssen vielfach erst einmal zusehen, dass sie die Krise überstehen. Dass sie gerade jetzt personelle und finanzielle Ressourcen auf eine Kassensicherung für vielfach klamme Kassen der Betriebe aufwenden sollen, ist für viele nicht nachvollziehbar.“

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Ausschnitt einer Kasse, vor der eine Person mit einem Geldschein in der Hand steht.
Foto: AdobeStock/kappa400